Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 14.02.2002
Ein wichtiges Werk für die Architekturhistoriografie bespricht Dominique von Burg. Der Materialband zum Werk des Architekturkritikers de Fries sei unerlässlich für die Bewertung des Bauens der zwanziger Jahre, stellt der Rezensent fest. De Fries habe entgegen der vorherrschenden Richtung ein rein funktionales Bauen abgelehnt und stattdessen für eine Architektur nach ethischen Gesichtspunkten plädiert, die "Kultur und menschenwürdiges Wohnen" vereine. Damit sei belegt, dass das Bild von einem "homogenen 'Neuen Bauen'" in den zwanziger Jahren, wie es in der Architekturhistoriografie oft dargestellt wird, nicht zutreffend sei, so der Rezensent.
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