Robert von Friedeburg

Lebenswelt und Kultur der unterständischen Schichten in der Frühen Neuzeit

Cover: Lebenswelt und Kultur der unterständischen Schichten in der Frühen Neuzeit
Oldenbourg Verlag, München 2002
ISBN 9783486557954
Broschiert, 134 Seiten, 19,80 EUR

Klappentext

Im Deutschland der Frühen Neuzeit besaß der überwiegende Teil der Bevölkerung keine ständischen Herrschaftsrechte. Unterhaltserwerb, Lebensweise und Kultur dieser unterständischen Schichten waren eng auf einander bezogen, ohne sich jedoch zu determinieren. Selbst die Teilhabe der breiten Bevölkerung am religiösen Leben und an profaner Geselligkeit der ständischen Gesellschaft war keineswegs ausgeschlossen. Der Band widmet sich diesen Aspekten der Volkskultur ebenso wie den unterschiedlichen Lebensräumen und -formen der unterständischen Bevölkerung. Er führt außerdem in die facettenreiche Forschungsgeschichte des Gegenstandes ein; eine umfassende, systematisch gegliederte Bibliografie ermöglicht die eigenständige weitere Auseinandersetzung mit der Thematik. Entstanden ist so ein wichtiges Hilfsmittel für Studierende und Forschende.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.04.2003

Als "vorzügliches Arbeitsinstrument" würdigt Rezensent Florian Welle den nun vorliegenden Band "Lebenswelt und Kultur der unterständischen Schichten in der Frühen Neuzeit" von Robert von Friedeburg. Das liegt nicht zuletzt an der gut dreißig Seiten lange Bibliographie, die mehr als vierhundert Titel zur "Volkskulturforschung" auflistet. Nach der Lektüre des Bandes fühlt man sich nach Einschätzung Welles auf Augenhöhe mit der Forschung zur Frühen Neuzeit, kenne ihre Debatten und Kontroversen. Die Lektüre selbst hält Welle allerdings für "mühsam", die Ausführungen kommen seines Erachtens "sprachlich trocken" daher. Das überall eingestreute Statistikmaterial findet er in seiner Aussagekraft zudem nicht immer einleuchtend. Zum Bedauern Welles bietet der Band keine Abbildung der neuen Medien wie Drucke, Flugblätter, Holzschnitte, die als Konstituenten frühneuzeitlicher Öffentlichkeit eine gewichtige Wirkung entfalteten - ein Manko, das er allerdings nicht dem Autor anlasten möchte.
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