Nach dem großen Erfolg von "Abschied vom Wachstumszwang" geht der Autor in seinem neuen Band auf die Argumente seiner Kritiker ein. Denn der Schlüssel für eine nachhaltige Gesellschaft liegt weniger in technischen Innovationen als in einem Kulturwandel.
Fred Luks, Sozialökonom und Autor mehrerer Bücher zu Nachhaltigkeit, begrüßt das Erscheinen zweier neuer, wachstumskritischer Bücher und empfiehlt Angela Merkel, sich beide zu Herzen zu nehmen: Niko Paechs "Befreiung vom Überfluss" und Reinhard Loskes "Wie weiter mit der Wachstumsfrage?". Wo Paech mit der Axt zuschlage, nehme Loske mit dem Florett vorlieb, schreibt der Rezensent. Für Reinhard Loske sei Nachhaltigkeit vor allem ein politischer Prozess. Auch wenn der ehemalige Bremer Umweltsenator sich nicht auf einen falschen Kompromiss für "Nachhaltiges Wachstum" einlasse, spare er sich jede Form von "Katastrophenrhetorik", lobt Luks. Zwar sehe der Autor - wie Paech -, dass der Wandel unseres Lebenswandels kaum gemütlich werden dürfte, allerdings spreche er sich für Kreativität und anhaltende Suche aus, nicht für ein Diktat der ökologischen Verhältnisse. Für Loske liege auf der Hand, dass mit der radikalen Wachstumskritik auch immer schon die "Systemfrage" gestellt sei - Kapitalismus in seiner derzeitigen Gestalt sei damit nicht vereinbar.
Rezensent Hannes Koch lauscht der leisen Zukunftsmusik des ehemaligen grünen Umweltpolitikers und nunmehr freien Publizisten Reinhard Loske. Und mit Genuss. Gefallen hat Koch nicht nur die wachstumskritische Grundhaltung Loskes, sondern vor allem auch die Art, wie der Autor mit diesem Buch auf die Gegenkritik an seinem Essay "Abschied vom Wachstumszwang" von 2010 reagiert. Offen nämlich und unideologisch. So stelle Loske seinen Argumenten für ein punktuelles Einüben technischer, sozialer und politischer Innovationen in den im Umbruch befindlichen industriellen Gesellschaften, für Subsistenz und Suffizienz, auch die Schwierigkeiten zur Seite.
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