Ralph Freedman

Rainer Maria Rilke - Das Leben eines Dichters

Der junge Dichter 1875 - 1906
Cover: Rainer Maria Rilke - Das Leben eines Dichters
Insel Verlag, Frankfurt am Main 2001
ISBN 9783458168010
Gebunden, 444 Seiten, 29,65 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Curdin Ebneter. Ralph Freedman hat sich dem Leben dieses Dichters ? das reich ist an äußeren Stationen, an Begegnungen, an abrupten Veränderungen, Leiden und Freuden ? und dessen wirkungsmächtigem Werk aus doppelter Distanz genähert: Mehr als 70 Jahre nach Rilkes Tod sind die Dokumente seines Lebens, eigene und fremde, dem forschenden Biographen größtenteils verfügbar; und von Amerika aus gesehen ist der kosmopolitische Rilke, der in deutscher und französischer Sprache schrieb, ein Dichter und Repräsentant Europas.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 29.12.2001

In einer recht umfangreichen Rezension bespricht Silvia Henke den zum fünfundsiebzigsten Todestag des Dichters erschienenen, die Jahre 1875 bis 1906 umfassenden, ersten Band der jetzt aus dem Amerikanischen übersetzten Rilke-Biographie von Ralph Freedman. Im Zentrum von Freedmans Biografie steht die Figur des Dichters Rilke. Die Rezensentin wirft die Frage auf, was eine weitere, sich vor allem auf Briefe stützende Biografie zum Verständnis von Rilkes dichterischem Werk beitragen könnte, insbesondere da sich bereits Rilke selbst gegen eine biografische Deutung seines Werkes ausgesprochen hat. Den Verdienst von Freedsmans Biografie erblickt die Rezensentin dann auch nicht in dessen "Interpretationen und den angestrengten biografischen Bezügen", sondern in der Ausführlichkeit seiner Darstellung. Der "nüchterne Biograf" Freedman verhindere damit eine "Mythisierung der Person" Rilkes, lobt die Rezensentin. Deutlich werde so auch "die ganze Umständlichkeit und Unwegsamkeit" von Rilkes "Aspiration auf das Amt eines Dichters von Rang". Freedmans Versuch allerdings, die Stationen von Rilkes schwierigem Leben teleologisch als "sinnvolle Etappen einer Künstlermetamorphose" zu interpretieren, kritisiert Henke als "unbefriedigend".

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