Rainer Merkel

Stadt ohne Gott

Roman
Cover: Stadt ohne Gott
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2018
ISBN 9783103973488
Gebunden, 352 Seiten, 21,00 EUR

Klappentext

Die Berlinerin Rosie reist in den Libanon, voller Hoffnung auf ein neues Leben. Sie verliebt sich in den Syrer Daoud, aber der hat Angst vor der Liebe. Rafik, der Modemacher werden will, liebt sie beide. Und Zahra, die Soziologin, hat die Liebe schon lange aufgegeben. Die vier treffen sich in Beirut, im 'Paris des Ostens'. Es ist eine Stadt am Rand der Kriege dieser Welt. Sie suchen nach einem Ort, an dem sie ihre Träume leben können, und befinden sich doch eigentlich nur auf der Flucht vor der Hoffnungslosigkeit in Syrien und den leeren Versprechungen Berlins. Sie alle beherrschen die Verhaltensweisen der Kälte nicht. Werden sie trotzdem überleben?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.04.2018

Allzu viel Nebel herrscht für Rezensent Alexander Košenina in Rainer Merkels Roman um drei schwierige, umeinander kreisende Figuren in Beirut während des Syrien-Krieges. Handlungsarm, aber reflexionsreich nennt er das Geschehen im Text, das ihn an Nicolas Borns "Die Fälschung" erinnert, da es innere und äußere Krisen miteinander verschränkt und mehrere personale Erzählperspektiven nutzt. Die dysfunktionalen Beziehungen der Figuren scheinen dem Rezensenten etwas allzu deutlich konstruiert und psychologisch anstrengend zu sein. Die zeitlichen Verschachtelungen in der Geschichte findet er dagegen raffiniert.
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