Sprecher: Florian von Manteuffel, Axel Milberg, Christiane Roßbach u. a. Der Hamburger Journalist Georg Laschen wird von seiner Redaktion nach Beirut geschickt, um eine Reportage über den Bürgerkrieg zu schreiben. Begleitet wird er von dem Fotografen Hoffmann. Beide erleben bei ihren Streifzügen bald am eigenen Leib alle Schrecken des Libanon-Konflikts. Der von seiner Todessehnsucht getriebene Laschen wird tagtäglich von der orientalischen Vielfalt des Landes überwältigt - und zugleich vom Gegensatz der Leiden und Entbehrungen der Zivilbevölkerung in eine tiefe persönliche Krise gerissen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.03.2009
Wolfgang Schneider kam dieses Hörbuch mit seinem raffinierten Zusammenspiel von Sprache und Komposition mitunter vor wie ein "spoken song". In seiner Besprechung holt Schneider erst einmal weit aus, um Nicolas Born und sein "bestes Buch" vorzustellen und in der Zeit zu verorten. 1979 erschienen, ist der stilistisch "unaufwendige" Roman um den im Libanon das Missverhältnis von Sprache und Wirklichkeit auslotenden Kriegreporter Laschen für Schneider Vermittlungsmedium einer verflossenen Zeit und zugleich die Möglichkeit, das aktuelle Verhältnis von "Medien und Mördern" zu überprüfen. Wie das Buch als Hörspiel funktioniert, schildert Schneider genau. Läuft die monologische, introspektive Anlage des Textes einer solchen Adaption eigentlich zuwider, so kann der Rezensent das Hörerlebnis dennoch als Gewinn verbuchen. Die weitgehend gelungene Besetzung und die elektrifizierte musikalische Umsetzung der im Buch so wichtigen akustischen Eindrücke aus der Kampfzone, lässt uns Schneider wissen, sorgen dafür.
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