Herausgegeben von Horst Nalewski. Die Zeugnisse von Rilkes Ägyptenreise im Jahre 1911 mit den Stationen Kairo, Memphis, Benî-Suef, Theben, Karnak, Luxor, Kom Ombo, Assuan bis hin zur Insel Philae sind Lebensdokument und Reiseverführung zugleich.
Es gibt bereits ein anderes Buch über Rilke und Ägypten, das für Tobias Gohlis bedauerlicherweise vergriffen ist (es stamme von Alfred Grimm und sei nur antiquarisch erhältlich, versichert der Rezensent) und mit dem das vorliegende Buch aus der Reise-Reihe des Insel-Verlags bei weitem nicht mithalten könne. Gohlis stört sich insbesondere an der Konzeption des Herausgebers Nalewski: auf der einen Seite gibt es Gedicht- und Tagebuchauszüge Rilkes, die seine Ägyptenreise im Jahr 1911 betreffen, auf der anderen Seite stehen die dazu passenden Fotografien, an denen eigentlich nichts auszusetzen ist, außer dass sie genau die Texte illustrieren und damit "zum Identitätsnachweis" degradiert werden. In die umgekehrte Richtung funktioniert es laut Gohlis ebenso falsch: man könne auch die Gedichte als Bildunterschriften der Fotografien betrachten.
Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters Motte wird sie von ihrem Vater genannt. Eigentlich hat sie sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen,… Angelika Klüssendorf: Trost 2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Christine Wunnicke: Wachs Schauplatz ist Frankreich im 18. Jahrhundert, das vorrevolutionäre und das überaus revolutionäre. Und es lieben sich zwei Frauen, die verschiedener nicht sein könnten: Marie…