Herausgegeben von Siegfried Lamnek und Marie-Theres Tinnefeld. Seit alters hat der umhegte Garten eine besondere Bedeutung für die sozialen Beziehungen der Menschen. Er bildet einen fließenden Übergang zwischen intimen, privaten und öffentlichen Orten. Im Buch wird am Beispiel des Gartens gezeigt, wie die Spaltung von Öffentlichkeit und Privatheit verschwimmt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.07.2004
Helmut Bäumler ist von diesem Buch, dass sich mit der Bedeutung des Gartens als privatem Rückzugsraum und zugleich öffentlichem Terrain befasst, begeistert und findet, dass selten über Fragen des Datenschutzes so umfassend und interessant geschrieben worden ist. Die Themen der Aufsätze dieses Bandes sind mit dem Garten als "Raum für Freiheit", der Entwicklung der Schrebergartenkultur, der "Ambivalenz von Öffentlichkeit und Privatheit" und mehr "weit gespannt", was dem Rezensenten sehr gut gefällt. Er lobt auch die ganz unterschiedlichen Perspektiven, die die Autoren auf den Garten anwenden und die nicht unter eine "einheitliche Buchlinie gezwungen" wurden, wie Bäumler lobt. Er preist den Sammelband als "gut geschrieben" und lesbar und er sieht den besonderen "Reiz" des Buches darin, dass so "lebendig" über Datenschutz nachgedacht und geschrieben wird, ohne dass "dieses Wort" überhaupt kaum je gebraucht wird. Ein "Farbklecks in grauen Einerlei datenschutzrechtlicher Literatur" lautet deshalb das begeisterte Fazit des Rezensenten.
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