Polina Daschkowa

Club Kalaschnikow

Roman
Cover: Club Kalaschnikow
Aufbau Verlag, Berlin 2002
ISBN 9783351029340
Gebunden, 445 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Aus dem Russischen von Margret Fieseler. Katja Orlowa hat nicht den besten aller Ehemänner. Obwohl sie eine attraktive Primaballerina ist, wird sie von ihrem Mann Gleb ständig betrogen. Als reicher Casinobesitzer und Sohn eines berühmten Schauspielers hat Gleb Zugang zu den höchsten, aber auch zwielichtigsten Kreisen der Moskauer Gesellschaft. Eines Abends wird er vor ihrem Haus von einem Unbekannten erschossen. Die Miliz präsentiert schnell eine Verdächtige: Glebs Geliebte. Bei ihr wird die Tatwaffe gefunden. Katja beginnt an der Schuld der jungen Frau zu zweifeln. Doch erst ein anonymer Anruf bringt sie auf die richtige Spur...

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.06.2002

Wie auch in unseren Breitengraden, behauptet Martin Halter, schreiben in Russland inzwischen die Frauen die besten Krimis. So auch Polina Daschkowa, die bisher zehn Romane veröffentlicht hat, von denen nun der zweite auf Deutsch weitgehend "flüssig" übersetzt vorliegt. Auch wenn die Autorin sich gern durch "Klatsch- und Boulevardblätter" inspirieren lässt und manchmal zur Kolportage neigt, hat sie doch ein ausgeprägtes Talent, "präzise spannende Psycho- und Soziogramme" der Russen zu zeichnen, lobt Halter. Mit ihrem "genuin weiblichen Blick" verleihe Daschkowa auch den kleinen und eher unauffälligen Figuren "soziale Tiefenschärfe". Nach Halter versteht es die Literaturwissenschaftlerin und Lyrikerin vorzüglich, sich zwischen heruntergekommenen Kommunalwohnungen, Datscha, Duma, Sauna und Trödelmarkt zu bewegen. So gebe sie "Breitseiten auf die neuen Russen ab", deren Pulver auch aus den Federn Puschkins oder Nabokovs stammen könnte, lobt der Rezensent. Über manche "Moralsalven" und "sentimentale Fehlschüsse" der Autorin kann er daher gut hinwegsehen.
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