Pierre Loti

Ramuntcho

Roman
Cover: Ramuntcho
Bilger Verlag, Zürich 2021
ISBN 9783037620960
Gebunden, 269 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Ramuntcho erzählt die berührende Geschichte eines jungen Basken, dessen Liebe zu einem Mädchen an den sozialen Schranken des Lebens scheitert. Wie seine Freunde geht der junge Zimmermann allen Beschäftigungen nach, die ein baskisches Leben bietet: Viehhirte, Schmuggler, Fischer und Pelota-Spieler. Die Liebesgeschichte folgt den Jahreszeiten, deren Wandel und Veränderungen sich in der berauschenden Natur des Baskenlands, aber auch in Natur und Verhalten der Menschen niederschlagen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.01.2022

Rezensent Rudolf von Bitter liest Pierre Loti noch ein wenig lieber im französischen Original: Dann nämlich wirkt die mitunter "manieriert" wirkende Sprache wie "Gesang", meint der Kritiker und nennt ein Beispiel: Der "courlis" ist auf Deutsch der Brachvogel. Davon abgesehen ist der Rezensent aber rundum glücklich mit der deutschen Neuauflage dieses Romans von 1897, der ihn an der Seite des einfachen Schmuggler-Jungen Ramuntcho ins französische Baskenland entführt. Im Vordergrund steht die scheiternde Liebe zu Gracieuse, einer Tochter aus gutem Hause, erläutert der Kritiker. Vor allem aber taucht er aber in eine Welt der Gerüche, Farben und des Lichts, die Loti, der insbesondere Reiseberichte und Landschaftsschilderungen verfasste, ihm eindringlich ausmalt.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 18.11.2021

Rezensent Dirk Fuhrig verliebt sich Hals über Kopf in den "stürmenden und drängenden" Helden des französischen Schriftstellers und Marineoffiziers Pierre Loti. Der Roman, Ende des 19. Jahrhunderts geschrieben, gilt im Baskenland als "Klassiker", informiert der Kritiker, der hier die Geschichte von Ramuntcho liest, einem gutaussehenden, talentierten jungen Mann, der vom Dorf aber als "Bastard" angesehen wird, nachdem sich seine Mutter vom Kindsvater trennte. Seine Jugendliebe darf er deshalb nicht heiraten. Neben der mitunter "romantisierenden" Geschichte sind es aber vor allem die üppigen, sprachgewaltigen Landschafts- und Figurenbeschreibungen, die den Kritiker in den Bann ziehen und die Holger Fock und Sabine Müller, wie er findet, brillant ins Deutsche übersetzt haben.

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