Philippe Jaccottet

Gedanken unter den Wolken

Gedichte
Cover: Gedanken unter den Wolken
Wallstein Verlag, Göttingen 2018
ISBN 9783835332607
Gebunden, 126 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Elisabeth Edl und Wolfgang Matz. "Gedanken unter den Wolken"  ist ein Zyklus des Übergangs, der von Kindheitsmotiven hinführt zum Alter, vom Sommerende in den Winter, aber auch hin zu dem "Wort Freude", wie ein zentrales Kapitel heißt. Philippe Jaccottets Gedichte beeindrucken durch ihre Nähe zur erlebten Welt und durch ihre sprachliche Kraft und Aufrichtigkeit. "Gedanken unter den Wolken" erscheint hier zum ersten Mal vollständig in deutscher Übersetzung.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.07.2018

Rezensent Christian Metz freut sich über die erste vollständige zweisprachige Ausgabe von Philippe Jaccottets Gedichten bei uns. Den 1983 im Original erschienenen Band hält er für bedeutsam, da der Schweizer Autor damit sein rein lyrisches Schaffen beendete und künftig Prosa schrieb, aber auch, weil Jaccottet hier noch einmal seine ganze Virtuosität offenbart, wie Metz findet. Metz erkennt ein fein geknüpftes Band zwischen den Gedichten, thematisch, motivisch zwischen Jugend und Alter, Himmel und Erde, Leben und Vergehen. Jaccottets melodische und elegant rhythmisierte Verse erinnern ihn an Hölderlin und George. Jaccottets "negative Anthropologie" äußert sich für ihn in zarter Transzendenz, zu besichtigen in der gelungenen Übertragung von Elisabeth Edl und Wolfgang Matz, so der Rezensent. Weltliteratur, meint er und ärgert sich, dass in diesem Jahr kein Literaturnobelpreis vergeben wird.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 18.05.2018

Für Helmut Böttiger schließt die vorliegende "vorbildliche" zweisprachige Ausgabe mit Gedichten Philippe Jaccottets eine Lücke. Lücken in Jaccottets Texten möchte Böttiger lieber nicht geschlossen sehen. Aussparungen und der Verzicht auf Ausschmückung und die große rhetorische Geste scheinen ihm ein Markenzeichend es Autors zu sein. Einfachheit, der Blick auf den Moment, nicht Theorie, sondern die Selbstwahrnehmung des Ich in der nicht romantisierten Natur und Landschaft sind für Böttiger weitere Kennzeichen dieses Dichtens, das Elisabeth Edl und Wolfgang Matz laut Rezensent kongenial leicht übersetzt haben.

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