Eine Art literarisches Tagebuch. Mit Fotos aus dem Leben des Autors. Mit spitzer Boshaftigkeit und beissendem Sarkasmus beschreibt und kommentiert Philipp Tingler in seinem Erstlingswerk ein Leben zwischen Studium und Assistenzjob am wirtschafswissenschaftlichen Institut der Uni, Einkaufen im Pick Pay, Parties, Fernsehen und Kaffeetrinken.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 28.06.2000
Eines kann man nach Ansicht von Sibylle Omlin von diesem Buch ganz schnell lernen: "Dandyhafte Langeweile" nämlich. So lehnt sie sich gähnend mit dem Roman im Sessel zurück und nimmt zur Kenntnis, dass - so der Autor - "die meisten Journalisten eh verblendet, dumm und überflüssig seien (Seite 255)". Dabei ist es gar nicht so, dass sie Tagebuch-Romanen prinzipiell ablehnend gegenüber steht. Sie zeigt sich durchaus willens, Tinglers Telefongespräche mitzuhören, ihn in Cafés und Darkrooms der "Zürcher Homo-Szene" zu begleiten und sich an dem "humanistischen Bildungswissen" des Autors (Stichwort: Thomas Mann) zu freuen. Bedauerlich findet sie dennoch, dass sich nicht nur die Figuren in Tinglers Roman "zu Tode langweilen".
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