Goethe bannt die Winterlandschaft mit Bleistift auf Papier, Schelling fährt Schlitten, Sartre Ski, und im Hause Arnim endet der "alle Grenzen übersteigende Jubel" in einer kleinen Prügelei. Ob Schriftsteller, Künstler, Philosophen oder Politiker - sie alle feiern Weihnachten auf ihre Weise, aber eins ist ihnen gemeinsam: Sie verstehen es, für das Fest der Feste wunderbare Worte zu finden.
Rezensentin Ursula März hat sich köstlich amüsiert mit diesen Briefen berühmter Autoren an den Weihnachtsmann. Gut, nicht alle sind originell, Thomas Mann denkt auch an Weihnachten nur an seine Körperpflege, gibt sie zu. Aber sie hat auch viele überraschende Strategien entdeckt, wie dem Weihnachtsmann das Erwünschte aus dem Sack gelockt werden kann: Jack Kerouac verspricht soziales Teilen, Gottfried Benn schmollt. Kurz: Alle Bittenden können vorzüglich erklären, dass "ihr Wunsch ganz besonders sinnvoll" ist, so März. Großes Lob geht auch an die Herausgeber Petra Müller und Rainer Wieland, die die Briefe nicht nur vorzüglich ausgewählt, sondern auch klug und amüsant kommentiert hätten.
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