Wenn Menschen ihre Angst verlieren, können sie Unglaubliches bewegen
Sie sind jung, sie sind frech, sie verweigern sich dem System und fordern den Staat heraus. Sie wollen sich nicht mehr anpassen. Sie wohnen gemeinsam in Abrisshäusern, planen in langen Nächten am See ihre nächsten Aktionen, drucken heimlich Flugblätter, feiern in ihrer illegalen Nachtbar, bis der Morgen anbricht, und demonstrieren am Tag in der ersten Reihe. Sie werden verfolgt, aber mit jeder neuen Aktion verlieren sie ein Stückchen mehr Angst und die Diktatur an Kraft. Deutschland erlebt von Leipzig aus zum ersten Mal in der Geschichte eine gelungene Revolution.
Die wahre Geschichte einer ungewöhnlichen Gruppe junger Leute, die einen Kampf führen, den andere für aussichtslos halten. Und die spannend zu lesende Nahaufnahme eines wichtigen Augenblicks der deutschen Geschichte.
"Wie ein Krimi" liest sich Peter Wensierskis Buch über "Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution", freut sich Rezensent Klaus Wolschner. In den Jahren kurz vor der Wende hatten ein paar junge Leute aus Leipzig es geschafft, das SED-Regime nicht nur vor der "inneren", sondern vor internationaler Öffentlichkeit zu düpieren, referiert Wolschner. Wensierski, der als westlicher Korrespondent selbst dabei war, erzählt, so der Rezensent, authentisch und mitreißend von verschiedenen Aktionen der jungen Aktivisten wie dem Pleiße-Gedenkmarsch 1988. Es waren Kraftproben zwischen zwei Welten, die immer wieder zugunsten der "jungen Aufmüpfigen" ausfielen, während sich die Diener des Regimes zunehmend blamierten und als Lügner bloßgestellt wurden, erfahren wir. Laut Wolschner eine unterhaltsame, spannende und sehr informative Geschichte vom Ende der DDR.
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