Peter Bergen ist einer der beiden westlichen Journalisten, die Osama Bin Laden persönlich begegnet sind. In diesem Buch macht er uns mit dem Mann bekannt, der für den Westen immer noch ein Phantom ist. Bergen führt seine Leser ins hermetisch abgeschlossene Afghanistan, zeigt, wie das Taliban-Regime funktioniert, er berichtet von Kämpfen und Entführungen im Jemen, in Ägypten, in Pakistan. Aber auch die "American Connection" kommt zur Sprache: Der CIA hatte in den achtziger Jahren antiamerikanische Gruppen in Afghanistan unterstützt, und es gibt indirekt Geschäftsverbindungen von Bin Ladens Imperium zu George W. Bush.
Wenn die Taliban in Afghanistan besiegt sind, ist damit nicht gleichzeitig Bin Ladens Terror-Allianz zerstört, hat Petra Kappert bei Peter Bergen gelesen. Der Autor habe sechs Jahre an dieser "faktenreichen Darstellung" gearbeitet, schreibt die Rezensentin. Der CNN-Journalist betone die herausragende Rolle der "arabischen Afghanen" in der Umgebung des Terroristen Bin Laden. Auch zeichnet er die Lebensläufe von Weggefährten des meistgesuchten Terroristen nach, die diesem mit "Rat und Tat" zur Seite stehen, so Kappert. Auch mit möglichen Strategien gegen den Terrorismus beschäftigt sich der Autor, übermittelt die Rezensentin; so sehe Bergen eine Möglichkeit in der "Beendigung des Palästina-Konfliktes". Insgesamt eine detailfreudige und seriöse Publikation, lobt Kappert.
Bin Laden zu kennen, behaupten derzeit viele Autoren - hier ist einer, den sogar Bin Laden persönlich kennt: Peter Bergen. Dieser hat, schreibt Rezensent Wolfgang Gast, 1997 als erster westlicher Journalist den "Terrorfürsten" interviewt. Der CNN-Journalist Bergen beschäftigt sich "sachkundig" mit dem "Phänomen Bin Laden", findet der Rezensent. Der Fernsehreporter rate, nicht anhand der "Zerrbilder der westlichen Welt" zu versuchen, Bin Ladens Motivation zu ergründen. Dessen "eigene Aussagen über die Gründe seines Krieg(es) gegen die USA" seien viel aussagekräftiger (im übrigen wird beides auf CNN gesendet...). Und was sagt Bin Laden? Die USA werden wegen ihrer Politik im Nahen Osten angegriffen, hat der Rezensent gelesen. Gleichzeitig sei er inzwischen eine Heldengestalt für alle zornigen jungen Männer geworden, die Moslems überall auf der Welt schlecht behandelt sehen: in Bosnien durch die Europäer, in Tschetschenien durch die Russen, durch die Inder in Kaschmir. Der Rezensent lobt das Buch als "umfassenden Bericht über Bin Laden, das Netzwerk al-Quaida und dessen weltweite Verbindungen".
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