Peter Dinzelbacher

Körper und Frömmigkeit in der mittelalterlichen Mentalitätsgeschichte

Cover: Körper und Frömmigkeit in der mittelalterlichen Mentalitätsgeschichte
Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 2007
ISBN 9783506756138
Kartoniert, 347 Seiten, 32,90 EUR

Klappentext

Körperlichkeit, Frömmigkeit und Eschatologie - zentrale Themen der mittelalterlichen Mentalitätsgeschichte werden hier von einem der international führenden Mentalitätshistoriker vorgestellt. Das umfasst die Verehrung des Blutes Christi über die "doppelte" Theologie von persönlichem Gericht und Weltgericht und das Fegefeuer in der Katechese bis zum eschatologischen Theater und seiner mittelalterlichen Herkunft. Das Thema Visionen und Träume behandeln "Die Verbreitung der apokryphen ?Visio Pauli' im mittelalterlichen Europa", "ekstatische Flugerfahrungen und visionäre Weltschau", "der Traum Kaiser Karls IV." und die Vision der Isabetta di Luigi. Übergreifende Motivstudien behandeln die religiösen Auditionen, Selbstkreuzigung und -stigmatisation als konkrete Kreuzesnachfolge, die Psychohistorie der Unio mystica und das Motiv des mystischen Maibaums. Studien zur Mystik setzen sich mit Birgitta von Schweden, Agnes Blannbekin und somatischen Konsequenzen der Metapher von der Gottesgeburt in der Seele bei verschiedenen Mystikerinnen auseinander.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.11.2007

Michael Borgolte scheint die Lektüre richtig mitgenommen zu haben. Der Rezensent musste sich nicht nur durch Berichte über Brautmystik quälen, die methodischen Mängel des Bandes haben ihm außerdem schwer zugesetzt. Unklar erscheint ihm, wie die enthaltenen 13 "älteren, thematisch nicht immer einschlägigen" Aufsätze zusammengehen sollen. In Borgoltes Augen unhaltbare, allzu allgemeine Urteile, das Fehlen detaillierter Analysen und einer klaren Position des Autors Peter Dinzelbacher innerhalb der Forschung sowie aus den "verschiedenen theoretischen Färbungen" der Aufsätze entstehende Widersprüche lassen den Rezensenten verzweifeln. Als Beitrag zur Mittelalterforschung überzeugt ihn der Band überhaupt nicht.
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