Gilbert Crispin

Religionsgespräche mit einem Juden und einem Heiden. Disputatio iudaei et christiani. Disputatio christiani cum gentili de fide Christi

Lateinisch - Deutsch
Cover: Religionsgespräche mit einem Juden und einem Heiden. Disputatio iudaei et christiani. Disputatio christiani cum gentili de fide Christi
Herder Verlag, Freiburg i.Br. 2005
ISBN 9783451285066
Gebunden, 197 Seiten, 32,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Matthias Lutz-Bachmann, Alexander Fidora und Andreas Niederberger. Übersetzt und eingeleitet von Karl Werner Wilhelm und Gerhard Wilhelmi. In den Lehrdialogen Gilbert Crispins (ca. 1045-1117), des Benediktinerabtes von Westminster, diskutiert ein Christ mit einem Juden und mit einem nichtchristlichen Philosophen, "Heide" genannt, über die zentralen Fragen des Glaubens. Das Werk bezeugt, dass es im frühen Mittelalter auch eine Kultur des Dialogs zwischen Vertretern der verschiedenen Religionsgemeinschaften auf der Basis des Respekts und der Wertschätzung der Vernunft gab.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 22.04.2006

Rezensent Kurt Flasch lobt die Entscheidung der Herausgeber, Gilbert Crispins philosophierende Religionsgespräche an den Anfang einer neuen Reihe mit philosophischen Texten des Mittelalters in zweisprachigen Editionen zu setzen. Die Gespräche aus dem Umkreis des Anselm von Canterburys geben seiner Ansicht nach nämlich Einblick in die Lebensbeziehungen dieses Denkens, das allzu oft auf abstrakte Diskussionen um das "ontologische Argument" eingeengt worden sei. Im Mittelpunkt sieht Flasch die Diskussion eines Christen und eines Juden über die richtige Auslegung der Bibel. In einer Zeit zunehmender Konflikte zwischen Christen und Juden, zwischen Christen und Muslimen findet er hier eine "Atmosphäre wenn nicht schon der Toleranz, so doch der freundlichen Sachlichkeit" vor. Grundsätzlich hält Flasch die neue Reihe für gelungen. Er lobt ihre Ausstattung und Qualität und bescheinigt den Herausgebern, ihr Ziel, die kulturelle und konzeptionelle Vielfalt der mittelalterlichen Philosophie zu dokumentieren, erreicht zu haben.
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