Übersetzung von Burghardt Wolf. Der Einfluß der Globalisierung auf die Kultur ist umstritten, obwohl negative Folgen höchstwahrscheinlich nur zum Teil eintreten werden. Der Kulturhistoriker Peter Burke untersucht den kulturellen Austausch in vergleichender und historischer Perspektive.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 02.12.2000
Rezensent "lx" lässt offen, ob es dem Kulturhistoriker Peter Burke in seinen kurzen Aufsätzen über das Phänomen des "Kulturaustausches" gelingt, den "Auseinandersetzungen über die Folgen der Globalisierung für die Kultur" ihren Schrecken zu nehmen. Immerhin: Burke hat ganz offenbar einiges in Anschlag zu bringen, das die vieldiskutierte "Krise der Repräsentation" weniger als globalen Mangel an Differenz denn als typisches Merkmal "historischer und gesellschaftlicher Nahtstellen, an denen Bildungswerte tradiert werden" auszuweisen imstande ist. Darüber, so "lx", reflektiert der Autor in den drei Texten "von je einem unterschiedlichen Ausgangspunkt aus". Einer wäre das 17. Jahrhundert mit seiner dem cartesianischen Skeptizismus anzulastenden Krise des historischen Bewusstseins. Über die anderen zwei schweigt sich "lx" aus.
Anne Carson: Rot Aus dem amerikanischen Englisch von Anja Utler. Der rote Junge Geryon ist unsterblich in Herkules verliebt, der dem Jüngling nicht zu widerstehen vermag. Auf dem Höhepunkt… Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Anne Carson: Der bittersüße Eros Aus dem nordamerikanischen Englisch von Christina Dongowski. Es war eine Dichterin, Sappho, die dem Eros das paradoxe Attribut "bittersüß" gab. Dies geschah in der Zeit,…