Peter Berthold

Unsere Vögel

Warum wir sie brauchen und wie wir sie schützen können
Cover: Unsere Vögel
Ullstein Verlag, Berlin 2017
ISBN 9783550081224
Gebunden, 336 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Das aufblitzende Blau eines Eisvogels. Das Gelb des Pirols im Blätterdach eines Auwaldes. Ein Schwan vor dunklem Schilf … Die Vogelwelt ist von atemberaubender Schönheit. Auch der Morgenchor in unseren Wäldern oder das Abendlied einer Amsel über den Dächern der Stadt machen uns staunen, so wie die schwebende Möwe im Sturm oder der Adler im Aufwind. Vögel sind allgegenwärtig. Und sie sind uns ans Herz gewachsen. Doch Vögel sind auch unsere wichtigsten Bioindikatoren. Ihr zunehmendes Verschwinden zeigt uns, dass es um ihren und unseren Lebensraum in diesem Land nicht gut bestellt ist. Denn das Artensterben hat inzwischen alle Gruppen von Tieren und Pflanzen erfasst und macht auch vor dem Menschen nicht Halt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.08.2017

Josef H. Reichholf lernt bei Peter Berthold die Versäumnisse des staatlichen Natur- und insbesondere Vogelschutzes kennen. Dass offizielle Maßnahmen oft hinter den Notwendigkeiten im Artenschutz zurückblieben und -bleiben, vermag ihm der Autor plausibel zu machen. Die vom Autor empfohlene Lösung des alternativen Naturschutzes, einer Mischung aus privaten und staatlichen Maßnahmen, scheint Reicholf überzeugend und anhand der Beispiele im Band nachvollziehbar.
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Rezensionsnotiz zu Die Welt, 26.07.2017

"Vernichtungsfeldzug", "Ausrottung", "agrarindustrielles Horrorszenario" - Autor Peter Berthold spart nicht mit drastischen Vokabeln um die Verbrechen des "Homo horriblis" an den Vögeln zu geißeln. Rezensent Alan Posener wird davon eher abgeschreckt, als dass es ihn nachdenklich stimmt. Für den Autor, erklärt er, zerstören zuvorderst die EU und die moderne Landwirtschaft die Artenvielfalt der Vögel. Einen Beleg scheint er dafür nicht bringen zu können. Und wenn er dann gleich auf die ganze Menschheit losgeht, hat Posener endgültig genug. Diese reaktionäre Öko-Verbissenheit hat ihm zu große Ähnlichkeit mit Pegida-Visionen vom Schutz des bedrohten Abendlandes.