Jennifer Ackerman

Die Genies der Lüfte

Die erstaunlichen Talente der Vögel
Cover: Die Genies der Lüfte
Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2017
ISBN 9783498000981
Gebunden, 448 Seiten, 24,95 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Christa Dormagen. Sie überqueren Kontinente, ohne nach dem Weg zu fragen. Sie erinnern sich an die Vergangenheit und planen für die Zukunft. Sie beherrschen die Grundprinzipien der Physik. Vögel sind erstaunlich intelligente Wesen. Wie zahlreiche neue Studien zeigen, stehen die kognitiven Fähigkeiten vieler Arten denen von Primaten in nichts nach. Und nicht nur ihre technische Kompetenz ist größer als lange angenommen, sie verfügen auch über eine beeindruckende soziale Intelligenz. Sie täuschen und manipulieren, sie machen Geschenke und trösten einander. Und das alles mit einem Gehirn kleiner als eine Walnuss. Jennifer Ackerman ist begeisterte Vogelbeobachterin und begibt sich auf Entdeckungsreise zu den Genies der Lüfte. Während sie von ihren Besuchen bei Ornithologen auf der ganzen Welt berichtet, versetzt sie den Leser immer wieder in Staunen: Etwa über die Neukaledoniekrähe auf einer Inselgruppe im Pazifik, die sich Werkzeug bastelt, um an ihr Futter zu gelangen. Oder den Kiefernhäher in den Rocky Mountains, der bis zu 30000 Samen über Dutzende Quadratkilometer verteilt und einige Monate später noch erinnert, wo.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 07.08.2017

Jennifer Ackermann macht Schluss mit dem Klischee, dass Vögel wegen ihres kleinen Hirns dümmer als andere Säugetiere sind, freut sich Rezensent Josef H. Reichholf. Dies beweist sie an zahllosen sehr gut recherchierten Beispielen, eigenen Beobachtungen und Gesprächen mit Wissenschaftlern und schafft so einen unheimlich umfassenden Überblick über "Vogelgehirne, Sozialverhalten, Gesänge und Ästhetik beim Nestbau". Das einzige Manko des Buches sieht Reichholf im letzten Kapitel, in dem sich die Autorin am Beispiel der Spatzen mit der Frage beschäftigt hat, warum sich manche Vogelarten besser mit den Menschen arrangiert haben als andere: Hier habe sie zu sehr aus der menschlichen Perspektive geschrieben und die ökologische Sicht zu wenig miteinbezogen. Alles in allem jedoch lobt der Rezensent jedoch dieses, nur teilweise sehr auf Amerika konzentriertes Werk, das dem Leser eine neue Sicht auf die Vogelwelt gebe.
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