Pegida

Rechtspopulismus zwischen Fremdenangst und 'Wende'-Enttäuschung? Analysen im Überblick
Cover: Pegida
Transcript Verlag, Bielefeld 2016
ISBN 9783837636581
Kartoniert, 384 Seiten, 29,99 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Franziska Kunz, Karl-Siegbert Rehberg und Tino Schlinzig. Die ersten Dresdner "Spaziergänge" von Pegida haben seit Oktober 2014 einen regen politischen und medialen Diskurs zur Bedeutung und zum Umgang mit dieser Bewegung provoziert. Seither wurden vielfältige sozialwissenschaftliche Anstrengungen unternommen, dieses in seiner Dimension unerwartete und dynamische soziale Phänomen zu beschreiben und zu verstehen. Nach zweijähriger Präsenz von Pegida und einer Vielzahl von Einzelpublikationen gibt dieser Sammelband als Beitrag zu einer Public Sociology erstmals einen umfassenden und pointierten Überblick über die Vielzahl der aktuellen Untersuchungen und Deutungen. Mit Beiträgen u.a. von Heinz Bude, Klaus Dörre, Joachim Fischer, Lars Geiges, Hans-Joachim Maaz, Werner J. Patzelt, Karl-Siegbert Rehberg, Karl-Heinz Reuband, Hartmut Rosa, Dieter Rucht, Britta Schellenberg, Ingo Schulze und Hans Vorländer.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.01.2017

Eckhard Jesse findet die unterschiedlichen Perspektiven in diesem Sammelband über Pegida von Karl-Siegbert Rehberg, Franziska Kunz und Tino Schlinzig reizvoll und anregend. Um sich über Pegida zu informieren, kann er den Band nur empfehlen, auch wenn ein wichtiger Begriff wie "Rechtspopulismus" hier nicht näher erläutert und auf die Interaktion zwischen Pegida und NoPegida nicht tief genug eingegangen wird, wie er kritisiert. Insgesamt überzeugt Jesse der Band mit seinen 23 Beiträgen von 27 Autoren, Politologen und Soziologen vor allem, durch seine thesenartige Anlage und die Darstellung der wichtigen Kontroversen. Erfreulich findet Jesse, wie heute nur noch wenig wahrgenommene Disziplinen wie Politikwissenschaft und Soziologie bei der Betrachtung des Phänomens Pegida auftrumpfen können - mit dichten Analysen unter anderem zur Rolle Dresdens, der Medien und zur bedrohten Demokratie.

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