Mathias Schreiber

Verräter

Helden der Finsternis von Judas bis Snowden
Cover: Verräter
zu Klampen Verlag, Springe 2017
ISBN 9783866745506
Gebunden, 184 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Der Verräter - gibt es einen Menschen, den wir mehr verachten? Er belügt uns, er hintergeht uns, er missbraucht unser Vertrauen und erschüttert so die moralischen Grundfesten unseres Zusammenlebens. Dennoch wird sein Vergehen, das schon in den ältesten schriftlichen Dokumenten der Menschheit auftaucht, weder in den Zehn Geboten noch in der Liste der sogenannten Todsünden geächtet. Der Verräter empört und fasziniert uns zugleich. Damit entpuppt er sich als eine der umstrittensten, aber auch wirkmächtigsten Gestalten der Geschichte.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 31.05.2017

Oliver Pfohlmann dankt Mathias Schreiber für seinen erhellenden Essay. Was Snowden und Judas gemeinsam haben, kann ihm der Autor erklären, indem er das Faszinosum Verrat, seine psychischen Dispositionen und seine Semantik vorführt. Von wegen Loyalitäten zählen nichts mehr! Dem empörten Widerspruch des Autors kann sich Pfohlmann nur anschließen. Siehe der Verratsvorwurf gegen Netzpolitik.org oder Trumps ständiger Verratsvorwurf gegen sämtliche politischen Gegner. Schreiber durch die Kulturgeschichte des Verräters folgend, scheint dem Rezensenten allerdings, dass sich der Band zunehmend verzettelt. Und dass Schreiber Snowden für einen üblen Verräter hält, findet der Rezensent einfach nur ärgerlich.
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