Klappentext

Aufgezeichnet im Gespräch mit Zsófia Mihancsik. Aus dem Ungarischen von Ernö Zeltner. Paul Lendvai blickt zurück auf ein aufregendes Leben zwischen Ost und West: Die Jahre der Verfolgung als jüdischer Jugendlicher im Budapest der Vierzigerjahre, nur mit Glück entging er der Deportation nach Auschwitz, die Zeit des Berufsverbots und der Internierung als politisch Unzuverlässiger Anfang der Fünfzigerjahre in Ungarn, die Geschichte seiner aufregenden Flucht 1956 über Prag und Warschau nach Wien, das Schreiben unter Pseudonym in den ersten Jahren in Österreich, um seine in Ungarn verbliebene Mutter zu schützen, sein beeindruckender Weg zum international bekannten Journalisten und weltweit anerkannten Osteuropa-Experten, Anekdoten aus dem Arbeitsalltag eines politischen Journalisten, Ansichten und Einsichten über sein Vaterland Ungarn und seine zweite Heimat Österreich, Geschichte und Geschichten aus der Politik dieser Länder.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 28.05.2013

An der Untröstlichkeit des Autors über sein eigenes vernichtendes Urteil und die wenig optimistische Prognose für seine Heimat Ungarn unter Orban hat die Rezensentin keinen Zweifel. Der Autor liebt sein Land, versichert sie, auch wenn er in seiner Autobiografie in einer Mischung aus Wut und Liebe ungarische Befindlichkeiten analysiert, rückschauend, aber durchaus aktuell, wie Cathrin Kahlweit erklärt. Dass der nach 1956 emigrierte Autor sich in seinem Buch mitunter recht eitel als Überlebenskünstler stilisiert, kann Kahlweit verkraften.
Lesen Sie die Rezension bei buecher.de

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.05.2013

Diese Autobiografie in Interviewform empfiehlt Georg Paul Hefty allen Spätgeborenen, weil sie zeigt, wie leicht ein junger Mann zu stalinistischem Übereifer neigen konnte. Laut Hefty nimmt dieser Teil von Paul Lendvais Biografie im Buch allerdings nur einen geringen Teil ein. Und die für Hefty spannende Frage, was aus Lendvai geworden wäre, wenn die Einsicht ausgeblieben wäre, sucht der Rezensent vergebens.
Lesen Sie die Rezension bei buecher.de