C.H. Beck Verlag, München 2026
ISBN
9783406843631 Gebunden, 352 Seiten, 28,00
EUR
Klappentext
Orwell, Hemingway, Simone Weil: Als die Literatur in den Krieg zog Am 19. Juli 1936 besteigt General Francisco Franco ein Flugzeug in Richtung Tetuán, um sich einem Aufstand gegen die spanische Republik anzuschließen. Spontan brechen mutige Freiwillige aus mehr als fünfzig Ländern auf, um Spanien gegen den faschistischen Umsturz zu verteidigen. Ernest Hemingway, Robert Capa, George Orwell, Simone Weil, Willy Brandt und viele andere schließen sich ihnen an. Der große Spanienkenner Paul Ingendaay erzählt von ihren Kämpfen mit Waffe, Stift und Fotoapparat - eine packende Geschichte von Mut und Verblendung, auf die schon der Schatten des Zweiten Weltkriegs fällt. Sommer 1936: In Madrid kühlen Anwohner das heiße Straßenpflaster mit Wasser, während wenige Häuser weiter im Parlament eine Pistole gezogen wird. Auf den Wagner-Festspielen in Bayreuth erhält Hitler einen Brief: Ein gewisser General Franco bittet ihn um militärische Unterstützung bei einem Putsch gegen die spanische Regierung. Sechs Tage später macht sich eine deutsche Fliegereinheit in Zivil unter dem Codenamen "Unternehmen Feuerzauber" bereit für den Einsatz. Es ist die Zeit der großen Entscheidungen in Europa - und auch die der Zufälle, des Verrats und der tragischen Ironie. Spontan beschließen Zehntausende Freiwillige aus aller Welt, Spanien im heraufziehenden Bürgerkrieg beizustehen. Es sind Künstler, Reporterinnen, Intellektuelle und Verfolgte, es sind Helfer und Krankenschwestern, Idealistinnen und Abenteurer. Vor dem Hintergrund des Spanischen Bürgerkriegs lässt Paul Ingendaay jene Spaltung lebendig werden, die sich durch Familien, Dörfer und Nationen zog - und die die Frontlinien des 20. Jahrhunderts bestimmen sollte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 20.03.2026
Rezensentin Jana Fuchs hält das Buch des Spanien-Kenners Paul Ingendaay für ein Buch zur Zeit. Den Spanischen Bürgerkrieg betrachtet der Autor über die Schulter von mehr oder weniger engagierten Intellektuellen und Künstlern der Zeit wie Picasso, Garcia Lorca oder Simone Weil und indem er fragt, wie man sich in einer solchen Situation verhalten, wo man stehen und welche Mittel man anwenden würde, um seine Überzeugungen zu verteidigen. Für Fuchs trifft der Autor mit solchen Fragen einen Nerv des heutigen Lesers. Indem Ingendaay von den Erfahrungen im Spanischen Bürgerkrieg erzählt, von Thomas Manns Zurückhaltung oder der Desillusionierung Weils angesichts der Gewalt in den Reihen der Anarchisten, konfrontiert er uns mit unserer eigenen Haltung in Kriegszeiten, findet die Rezensentin.
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