Dieser Band dokumentiert die Jahre 1884 und 1885, in denen es für den Reichskanzler einmal mehr darum ging, die Gefährdungen des Reichs zu bekämpfen. Während er innenpolitisch manchen Erfolg verbuchen sollte, fiel Bismarcks Bilanz außenpolitisch eher düster aus. Die 563 Dokumente, von denen 60 Prozent erstmals publiziert werden, erlauben tiefe Einblicke in die Politik des Reichskanzlers und lassen sein Handeln in einem differenzierteren, insbesondere in Bezug auf die Kolonialpolitik sogar neuen Licht erscheinen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.09.2011
Rudolf Morsey beklagt das fehlende Sachregister in diesem jüngsten Band der "Neuen Friedrichsruher Ausgabe" der GW Bismarcks, außerdem scheint ihm das Dokumentenverzeichnis etwas unübersichtlich, bei 563 Dokumenten an der Zahl kein Kunststück. Ansonsten ist nicht viel zu beklagen. Das Personenregister gegenüber den früheren Bänden verbessert, die Einleitung des Herausgebers Ulrich Lappenküper hilfreich, und so kann Morsey sich durch jede Menge erstmals publiziertes Material schmökern, durch die Immediat-Berichte Bismarcks an Wilhelm I., Akten, die Bismarcks Einsatz für die Sicherung der deutschen Kolonien belegen, oder solche, die zeigen, was der große Boss von Bildung für "Ausländerkinder" hielt: nüscht.
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