Herbert von Bismarck, von 1871 zwei Jahrzehnte lang engster Mitarbeiter seines Vaters, hat nach seiner Entlassung längere Aufzeichnungen über Kaiser Wilhelm II. und große Themen der deutschen Außenpolitik der 1880er Jahre verfasst. Er wollte sie für ein Erinnerungswerk verwerten, das er durch seinen frühen Tod nur für die Jahre 1871 bis 1886 fertigstellen konnte. Diese Erinnerungen und die Aufzeichnungen werden hier zusammengefügt veröffentlicht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.10.2015
Rainer Blasius findet in den Aufzeichnungen von Herbert Graf von Bismarck aus der Zeit von 1871 bis 1886 Hinweise auf die Loyalität, mit der der Sohn dem Vater und Reichskanzler diente. Weitere einleuchtende Einsichten bietet ihm Winfried Baumgarts Kommentar zu den Erinnerungen. Als diplomatische Wander- und Lehrjahre stellen sich diese dem Rezensenten dar. Bismarck schreibt aus Bern, London oder St. Petersburg, über die Beziehungen zu Russland oder Wilhelm II., erklärt Blasius.
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