Otto Graf Lambsdorff (Hg.)

Freiheit und soziale Verantwortung

Grundsätze liberaler Sozialpolitik
Frankfurter Allgemeine Zeitung Verlag, Frankfurt am Main 2001
ISBN 9783898430418
Kartoniert, 270 Seiten, 30,17 EUR

Klappentext

Eine Publikation des Liberalen Instituts der Friedrich-Naumann-Stiftung.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 10.08.2001

Nach Gerd Habermann unterscheidet sich dieser Band in "erfrischender Weise" von zahlreichen Veröffentlichungen, in denen "soziale Gerechtigkeit durch mehr kollektivierende Umverteilung" gefordert wird. Hier wird, so der Rezensent, genau anders herum argumentiert: So werde etwa in Huberturs Müller-Groelings Beitrag gezeigt, dass der Markt selbst eine "'soziale' Dimension" hat, der Massenwohlstand ermögliche. Habermann scheint die Sichtweise sehr zu begrüßen, dass der Staat "nicht bloß ein Reparaturbetrieb" sein, sondern vor allem eine größere Unabhängigkeit der Bürger unterstützen sollte. Zwar vermisst der Rezensent eine "ergänzende kritische Analyse sozialpolitischer Leitbegriffe" in diesem Band. Doch letztlich kann er das Buch durchaus sehr empfehlen. Denn "nichts ist unsozialer als der gegenwärtige 'Sozialstaat' in Europa", findet Habermann.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.04.2001

Nach FAZ-Rezensent Hans D. Barbier wird in diesem Band (der im FAZ-Buchverlag erschienen ist) eine große Bandbreite der "Grundsätze liberaler Sozialpolitik" vorgestellt, wobei der Rezensent auf einige der Beiträge einzeln eingeht, ihre Hauptthesen vorstellt, sich einer Bewertung allerdings weitgehend enthält. Lediglich in Ausnahmefällen lobt der Rezensent eine Darstellung beispielsweise als "schön", so etwas Hubertus Müller-Groelings Beitrag 'Zur sozialen Dimension liberaler Politik', in dem der Autor eine nach Barbiers Ansicht plausible Begründung dafür abgibt, dass "liberale Politik (...) schon in sich sozial" sei. Auch der Text Hartmut Kliemts über die Zweischneidigkeit des Subsidiaritätsprinzips scheint dem Rezensenten recht gut gefallen zu haben. Insgesamt kommt Barbier zu dem Schluss, dass in diesem Buch "viel gute Ökonomie" steckt und empfiehlt Politikern, sich des öfteren einmal Rat aus der Ökonomie zu holen.
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