Drei Jahre sind seit den Anschlägen von New York vergangen und noch immer hat der Westen seine Lektion nicht gelernt, schreibt Oriana Fallaci. Der 11. September war in ihren Augen nur der Anfang einer weltverändernden Entwicklung. In Erinnerung an die Toten von Madrid warnt sie in ihrem neuen Buch vor einem Eroberungsfeldzug des Islam. Für Europa, so die provokante These, geht es ums Überleben, denn der Islam zielt auf die Unterwergung der christlichen Welt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.05.2005
Nicht ernst nehmen kann Rezensentin Alexandra Senfft dieses Buch der einst berühmten Journalistin Oriana Fallacci, das von "hasserfüllten Tiraden gegen den Islam" nur so strotzt. Über 300 Seiten tobe die selbsternannte Kassandra gegen "Eurabia" - das Europa, das sich "wie eine Dirne" an die Muslime verkaufe, seine Identität und Kultur den Barbaren geopfert habe. Streckenweise könnte Senfft über den Wortschwall der Journalistin fast lachen - wäre die Sache nicht so ernst. Denn statt Analyse und Aufklärung findet Senfft bei Fallacci ausschließlich polemische Angriffe. Ihr Resümee: Fallacci Buch "ist eine zündelnde Propagandaschrift gegen eine Milliarde Menschen anderer Konfession".
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