Als Nigel Barley hört, dass die Kinder der Toraja so spitze Ohren haben wie Mister Spock auf dem Raumschiff Enterprise, lässt er alles stehen und liegen und reist nach Indonesien. Dort begegnet er nicht nur einer beeindruckenden Kultur, sondern findet auch Freunde fürs Leben. Um das auch seinen britischen Landsleuten zu demonstrieren, überredet er einige Toraja, für ihn eines ihrer wundervollen Holzhäuser zu bauen. Und zwar mitten in einem Londoner Museum.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.10.2015
Rezensent Harald Eggebrecht hat sich gleich mit zwei Büchern des britischen Ethnologen Nigel Barley amüsiert, auch wenn er gestehen muss, dass er den unter dem Titel "Auf den Spuren von Mr. Spock" erschienenen Reisebericht seinem Roman "Bali" vorzieht. Denn hier zeigt sich dem Kritiker die ganze Erzählkunst des Autors, der vergnüglich von seinen Abenteuern in Indonesien erzählt, dabei seine wissenschaftlichen Erkenntnisse nie belehrend vorträgt, sondern vielmehr gesteht, wie er beim Besuch eines von der Zivilisation unberührten Volkes in den Bergen der Insel Celebes mit seinen westlichen Vorurteilen immer wieder an Grenzen stößt. Und so hat der Rezensent dieses Buch, das in heiterem und stilsicherem, von Ulrich Enderwitz gelungen ins Deutsche übertragenen Ton von Gefühlen, Ansichten, Hoffnungen und Eigenheiten der indonesischen Toraja erzähle, äußerst gern gelesen.
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