Niall Ferguson

Doom

Die großen Katastrophen der Vergangenheit und einige Lehren für die Zukunft
Cover: Doom
Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), München 2021
ISBN 9783421048851
Gebunden, 592 Seiten, 28,00 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Jürgen Neubauer. Katastrophen lassen sich nicht vorhersagen. Sie treten nicht in Zyklen auf. Und dennoch: Wenn das Unheil zuschlägt, sollten wir besser gerüstet sein als die Römer beim Ausbruch des Vesuv, die Menschen im Mittelalter bei der rasenden Verbreitung der Pest in ganz Europa oder die Russen bei der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Aber sind wir das? Haben wir nicht gerade in der Corona-Pandemie alles erlebt an imperialer Überheblichkeit, bürokratischer Erstarrung und tiefer Spaltung? "Doom" schaut mit dem Blick des Historikers und Ökonomen auf die unterschiedlichsten Katastrophen in der Menschheitsgeschichte.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 21.09.2021

Rezensent Thomas Speckmann geht nicht unbedingt optimistischer hervor aus der Lektüre von Niall Fergusons Buch über Katastrophen und Katastrophenvermeidung. Dass der Mensch aus Krisen lernt, kann ihm der Autor jedenfalls nicht beweisen. Entlang am roten Faden der Corona-Pandemie analysiert Ferguson die Auswirkungen der Spanische Grippe, denkt über unseren Umgang mit dem Tod nach und überlegt, wie man der nächsten Katastrophe besser begegnen könnte. Historische Beispiele wie Eisenhowers Grippe-Strategie 1957 oder der Kollaps der deutschen Armee 1918 (mutmaßlich ein Fall der Spanischen Grippe) lassen Speckmann unterschiedliche Umgangsweisen mit Katastrophen erkennen - aber leider keinen Königsweg.