Susan Cheever

American Bloomsbury

Ein Leben zwischen Liebe, Inspiration und Natursehnsucht. Henry David Thoreau, Louisa May Alcott, Ralph Waldo Emerson, Margaret Fuller und Nathaniel Hawthorne

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Ebba Drolshagen. Durch ein Erbe frühzeitig an Geld gelangt, lädt Ralph Waldo Emerson von ihm bewunderte Schriftsteller nach Concord. Was hier entsteht, wird nicht nur die Bewohner der Kleinstadt, sondern die Geschichte der amerikanischen Kultur in Aufruhr bringen. Die Transzendentalisten, wie die Gruppierung um Henry David Thoreau genannt wird, brechen mit allen Anstandsregeln: Nathaniel Hawthorne und Ralph Waldo Emerson verlieben sich gleichzeitig in die exzentrische Margaret Fuller, Louisa May Alcott schwärmt für ihren viel älteren Lehrer Thoreau, sie diskutieren, lesen sich gegenseitig Manuskripte vor, ernähren sich vegetarisch, ersinnen feministische Ideen und unternehmen Streifzüge durch die Wälder Neuenglands.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 20.09.2017

Rezensent Tobias Sedlmaier nimmt sich Susan Cheevers im Original bereits vor zehn Jahren erschienene Sammelbiografie des Bloomsbury-Kreises vor und stellt fest, dass die Autorin neben Thoreau, Ralph Waldo Emerson und Nathaniel Hawthorne auch Louisa May Alcott und die Frauenrechtlerin Margaret Fuller in den Blick rückt. Der halb dokumentarische, halb erzählende Ansatz, mit dem Cheevers die Zeitspanne von der Ankunft der Alcotts im neuenglischen Concord bis zum Ende des Amerikanischen Bürgerkriegs und dem Zerfall der Gruppe fasst, scheint für Sedlmaier gut zu funktionieren. Freundschaften, Eifersüchteleien, Todesfälle und den Alltag des 19. Jahrhunderts kann ihm Cheever mit ihrem "sinnlichen", oft auf Briefquellen zurückgreifenden Zugang lebendig vermitteln.