15 Frauen im Iran und im Exil erzählen in diesem Buch ihre bewegenden Geschichten. Einige von ihnen haben Nachrichten aus Gefängnissen geschmuggelt. Sie sprechen über ein Leben ohne Rechte, aber mit Sittenwächtern, über patriarchale Strukturen und eine neue Generation von Männern, über Gewalt, Erniedrigung, Entmündigung und wirtschaftliche Not. Ihre Botschaften sind erschütternd, zutiefst berührend und zugleich voller Mut und Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Es sind Geschichten, die gehört und verbreitet werden müssen. Lassen Sie uns alle Schallverstärker sein! "Es gibt Momente im Leben, da merkt man: Jetzt geht es um alles. Es geht darum, dass man als Mensch eine Haltung findet, damit man mit sich selbst weiterleben kann - trotz aller Konsequenzen." Parastou Forouhar, Künstlerin
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.04.2023
Rezensent René Wildangel bespricht drei Bücher über die Proteste der Frauen im Roman und findet alle äußerst lesenswert. Das Buch von Natalie Amiri und Düzen Tekkal lässt die iranischen Frauen in Gesprächsprotokollen selbst erzählen. Zu Wort kommt beispielsweise die Künstlerin Parastou Forouhar, berichtet der Rezensent, die jedes Jahr in den Iran fährt, um den politischen Widerstand zu unterstützen, seit ihre Eltern vom Regime ermordet wurden. Anonym berichten zwei junge Frauen von der alltäglichen Unterdrückung durch die Islamische Republik und ihrer Gegenwehr. Der Rezensent ist beeindruckt vom "grenzenlosen Mut" der Frauen und tief bewegt von ihren Geschichten, von den Anführerinnen des kürzlich gegründeten Protest-Bündnisses Masih Alinejad, Nazanin Boniadi und Shirin Ebadi hätte er sich allerdings ein genaueres Bild ihres politischen Vorhabens erhofft.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.03.2023
Die fünfzehn Erinnerungen an traumatisierende Erlebnisse im Iran, die die Journalistin Natalie Amiri und die Menschenrechtsaktivistin Düzen Tekkal zusammengetragen haben, beeindrucken Rezensentin Sara Wagener. Nach dem Tod von Jina Mahsa Amini in einer Gefängniszelle, verdeutlichen die zum Teil aus der Haft geschmuggelten Texte von Iranerinnen und iranischstämmigen Frauen, warum der Protest gegen das Ajatollah-Regime so heftig ist, schreibt Wagener, und liest entsetzt, wie gefährlich der Alltag für Frauen im Iran ist. Sie erfährt aber auch, dass die vor allem durch Gewalt und Manipulation geteilte Gesellschaft durch den Tod Aminis wieder zusammengerückt, ethnischer und religiöser Zwist aber erhalten geblieben ist. Was zu erzählen den Frauen persönlich wichtig war, lässt sich zum Bedauern der Rezensentin allerdings nicht nachvollziehen, weil Amiri und Tekkal aus Interviews Texte gemacht haben, denen die Fragen fehlen.
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