Miriam Toews

Ein komplizierter Akt der Liebe

Roman
Cover: Ein komplizierter Akt der Liebe
Berlin Verlag, Berlin 2005
ISBN 9783827005984
Gebunden, 302 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Christiane Buchner. Miriam Toews erzählt die Geschichte von Nomi, einer scharfsichtigen, verwirrten, großherzigen Sechzehnjährigen, die in einer Mennonitengemeinde wenige Meilen außerhalb von Winnipeg aufwächst. Die Autorin stammt selbst aus einem ähnlichen Ort, den sie so schnell wie möglich hinter sich ließ. Die Ereignisse in ihrem Buch seien fiktional, sagt sie, der Stoff aber stamme größenteils aus ihrem früheren Leben.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 04.05.2006

"Schonungslos ehrlich" in seiner biografisch-literarischen Aufbereitung sei das Buch der jungen Autorin Miriam Toews, die ihre Jugend in einer kanadischen Mennonitengemeinde beschreibt, findet Tilmann Urbach. Im Mittelpunkt steht die jugendliche Ich-Erzählerin Nomi, die, von typischen Teenagerproblemen geplagt, in Konflikt mit den strengen, weltabgewandten Regeln der Mennoniten gerät, der schließlich in einen schmerzhaften Ablösungsprozess von der Gemeinschaft und den Eltern mündet. Durch den distanziert ironischen Blick und die sorgfältige, minutiöse Beschreibung oft alltäglicher Ereignisse sei es Miriam Toews gelungen, jegliche Sentimentalität und Anklage zu vermeiden, lobt der Rezensent. Die gelungene Dramaturgie der Erzählung gehe über die bloße biografische Verarbeitung hinaus und mache den Roman zu einem "Stück amüsant nachdenklicher Literatur".

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 19.10.2005

Nach Meinung der Rezensentin Katharina Granzin ist die Erzählstimme der 16-jährigen Protagonistin, ihre "schnoddrig-ironische Abgebrühtheit", zwar keineswegs authentisch, aber trotzdem unterhaltsam:Granzin merkt es der Prosa beim ersten Satz an, dass hier eher der abgehangene Humor einer Vierzigjährigen zu ihr spricht als das innere Ich eines Teenagermädchens. Das stört sie aber wenig. "Das macht absolut gar nichts, immerhin ist es Literatur." Die Autorin Mariam Toews habe nämlich ein sehr "amüsantes" Buch über eine Jugend inmitten einer bibelfesten Mennoniten-Gemeinde geschrieben, bei dem trotzdem "nichts an ein richtig gutes Ende" kommt.

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