Herausgegeben von Barbara Richter. Nachwort und aus dem Rumänischen übersetzt von Gerhardt Csejka.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.03.2002
Dass sich der Autor nach 1990 von der Lyrik ab- und ganz der Prosa zugewandt hat, scheint Lothar Müller zu bedauern. In der vorliegenden Auswahl aus den in den Achtzigern in Rumänien erschienenen Lyrikbänden Cartarescus jedenfalls findet der Rezensent so allerhand: Ein Langgedicht, das "gekonnt auf dem Schmalen Grat zwischen trotzigem - Es geht mir gut - und unüberwindbarer Tristesse (balanciert)", ein witziges Gedicht, "geschrieben aus der Perspektive eines Motorrads" (!), ein anrührendes, das als "wunderbare rumänische Liebesgeschichte" daherkommt, ein schmuckloses allerdings auch, mit dem der Autor, wie Müller mutmaßt, im Westen ankommt: das überlebt der Poet nicht. Am stärksten, soll uns das bedeuten, ist Cartarescu, wenn er uns "eine Flaschenpost" aus den rumänischen Siebzigern und Achtzigern schickt. Dann entsteht "das Bild einer Jugend, die sich selbst schnell historisch wird, die sich beim Altern zusieht und dabei gern in Büchern, Filmen und Postern spiegelt".
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…