Oskar Pastior

Lesen gehn ...

2 CDs
Cover: Lesen gehn ...
Hörbuch Hamburg, Hamburg 2013
ISBN 9783899033809
CD, 14,99 EUR

Klappentext

2 CDs, 142 Minuten. Gedichte, gelesen und teilweise kommentiert von Oskar Pastior, Urs Allemann, Oswald Egger, Péter Esterházy, Michael Krüger, Michael Lentz, Herta Müller, Ulf Stolterfoht und Ernest Wichner.
Oskar Pastior war einer der größten Dichter des 20. Jahrhunderts. Mit Fantasie und Witz hat er mit Worten, Lauten, Buchstaben gespielt. Er stellte ihre Bedeutungen auf den Kopf und entlockte der Sprache neue, erstaunliche Töne. Für dieses Hörbuch hat Ernest Wichner Pastiors schönste und originellste Gedichte zusammengetragen - als Originalaufnahmen von Oskar Pastior, ergänzt um neu aufgenommene Gedichtinterpretationen namhafter Dichterkollegen und Weggefährten.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.07.2013

Hymnisch bespricht Rezensent Friedmar Apel das nun unter dem Titel "Lesen gehn" erschienene Hörbuch mit Gedichten von Oskar Pastior. Ganz hingerissen lauscht der Kritiker den von Pastior gelesenen Gedichten, die eine geradezu "musikalische Präsenz" entfalteten. Zugleich gelinge es dem Dichter, seine Texte derart "strukturell transparent" und witzig vorzutragen, dass sie Apel als sinnliche und intellektuelle Ereignisse erscheinen, die die Hörfähigkeit und das Sprachbewusstsein von Autor und Hörer aktivieren. Aber nicht nur die von Pastior selbst gelesenen, rätselhaft schönen und eindringliche Gedichte hallen bei dem Kritiker lange nach - auch die im zweiten Teil versammelten Lesungen und Erläuterungen von Dichterkollegen wie Herta Müller, Oswald Egger, Peter Esterhazy oder Ernest Wichner haben Apel ganz für sich eingenommen.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 14.03.2013

Die besten Hörbücher tragen etwas Neues in den Text, meint Alexander Cammann, der diesen Vorzug bei gleich zwei Produktionen genießen darf. Wenn Oskar Pastior seine Gedichte vorträgt, erschließen sich die Texte viel unmittelbarer, als wenn man sie - womöglich als mit experimenteller Lyrik nicht so vertrauter Leser - still für sich liest, verspricht der Rezensent. Denn der 2006 verstorbene Dichter verfügt über viele Facetten des Gefühls und des Rhythmus und öffnet so die ganze Palette des Ausdrucks, freut sich Cammann. Wenn dann noch namhafte deutschsprachige Autoren Pastior-Gedichte lesen beziehungsweise von ihm erzählen, entsteht eine wundervolle Liebeserklärung an diesen wichtigen Lyriker, schwärmt Cammann.