Aus dem Englischen von Friederike Barkow. In diesem nützlichen Kompendium versammelt Miranda Seymour interessante und wissenswerte Geschichten von Kräutern, Gewürzen und anderen nützlichen Pflanzen. Dabei schöpft sie aus einem großen Wissen sowohl über historische als auch moderne Personen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.05.2005
Eine "große Hilfe" bei der Bestimmung von Kräutern und Gewürzen stellt das Buch der britischen Autorin Miranda Seymour nicht dar, denn sie interessiert sich mehr für historische Geschichten und Anekdoten rund ums Thema, stellt Jürgen Dollase fest. Aber er scheint sehr dankbar dafür, dass sich die Autorin in britischer Zurückhaltung keinerlei "weltanschaulichem Fanatismus" hingibt, der bei diesem Sujet wohl nicht selten ist. Der Rezensent hätte zwar offenbar nichts gegen ein bisschen mehr "Engagement", insbesondere im kulinarischen Bereich einzuwenden gehabt, und er macht auch klar, dass Seymour auf aktuelle Strömungen zum Beispiel in der "Biobewegung", die sich wieder verstärkt den Kräutern zuwendet, kaum eingeht. Dafür schildert sie in "schöner Breite" und dabei durchaus "kurzweilig" geschrieben eher "spektakuläre" Geschichten und informiert beispielsweise, Queen Anne habe gegen Schmerzen Cannabis-Zigaretten geraucht, lobt der Rezensent zurückhaltend. Er hat die Schilderungen von mittelalterlicher Handhabung der Kräuter und Gewürze durchaus gern gelesen und auch die praktischen Tips und persönlichen Anekdoten Seymours weiß er wegen ihrer Handfertigkeit zu schätzen. Vor den "kulinarischen" Anregungen allerdings empfiehlt Dollase "kontinentale Zurückhaltung" angesichts britischer "Eigenarten".
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