Milos Vec

Die Spur des Täters

Methoden der Identifikation in der Kriminalistik (1879-1933)
Cover: Die Spur des Täters
Nomos Verlag, Baden-Baden 2002
ISBN 9783789082221
Gebunden, 153 Seiten, 28,00 EUR

Klappentext

Die Studie klärt, welche Motive und welche Versprechungen sich jeweils mit den historischen Kriminaltechniken verknüpften. Der Rolle des Rechts und der ausbleibenden Verrechtlichung gilt dabei vor dem historischen Hintergrund rasanter technischer Innovationen ein besonderes Augenmerk. Dazu verbindet die Darstellung Rechtsgeschichte, Technikgeschichte und historische Kriminalistik.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.01.2003

Im Jahr 1860 hat ein englischer Kolonialbeamter in Indien den "Fingerabdruck" als Methode eingeführt, um bei der Auszahlung von Pensionen nicht übers Ohr gehauen zu werden. Damit war der Kriminalistik, die zuvor vor allem Körper vermessen hatte ("Bertillonage"), eine revolutionäre neue Möglichkeit gegeben, Personen zu identifizieren. Milos Vec will in seinem Buch allerdings keine Geschichte der Kriminalistik liefern, betont der Rezensent Gerd Roellecke, sondern eine Untersuchung der Fragen nach "Objektivität und Gerechtigkeit", die sich am Problem der Identifikation stellen. Dies gelingt ihm, daran lässt Roellecke keinen Zweifel, ohne Einschränkungen. Geschrieben ist das Buch "fesselnd, schnörkellos, auf hohem handwerklichem Niveau", ja, das Resümee des - heiliger Objektivierungswahn - ständig in der dritten Person von sich redenden Rezensenten fällt geradezu enthusiastisch aus: "Der Rezensent hat selten ein Sachbuch mit solcher Spannung gelesen."

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