Michael Krüger

Ins Reine

Gedichte
Cover: Ins Reine
Suhrkamp Verlag, Berlin 2010
ISBN 9783518421680
Gebunden, 120 Seiten, 16,90 EUR

Klappentext

In diesen Gedichten ist von seltsamen Dingen die Rede: von Dämmerungen und vom Gras, von Flüssen, die nicht fließen wollen, von Briefen ohne Absender, von Mücken, Krähen, Wasserläufern und vom Tod. Es ist eine einfache Welt, die darauf besteht, in ihrer Besonderheit wahrgenommen zu werden, diesseits und jenseits der Begriffe, die sie verstellen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 29.11.2010

Rezensent Jürgen Verdofsky zeigt sich überrascht von diesem Dichter Michael Krüger, der so gar kein Idylliker sein will, eher ein Poet der Vernunft und des ästhetischen Maßes, wie der Rezensent findet. Dass spracherregte Modernität nicht das oberste Ziel der in diesem Band versammelten Texte ist, stellt Verdofsky mit Erleichterung fest. Ebenso Krügers suchendes, skeptisches Naturell, das ihm in den Gedichten begegnet. Mal als Bewusstsein vom Ungleichgewicht der Welt mal als Wissen um die Vieldeutigkeit von Ding und Wort: "Ein Apfel rollt traurig vom Tisch / und bricht, wie Wörter brechen, / wenn man sie lange nicht benutzt." So lässt sich der Rezensent Vernunft auf Ab- und Umwegen gefallen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.09.2010

Das gelingende Leben, das wär's. Einstweilen kann man auch in Michael Krügers neuen Gedichten lesen, meint Rezensent Friedmar Apel, der sich von Krügers Versuchen, Welt jenseits des Begrifflichen zu entziffern, gern hat anstecken lassen. Dass solche Momente des Weltzusammenhangs flüchtig, ja letztlich vergeblich sind, ahnt Friedmar Apel auch. Der ganz und gar nicht resignative Ton bei Krüger und die in den Texten (wenn auch gebrochen, weil persönlich genommene) sich abzeichnende Traditionslinie der Naturlyrik sorgen beim Rezensenten dennoch für Herzensrührung.