Die AfD fällt immer wieder mit hetzerischen, anti-muslimischen und demokratiefeindlichen Aussagen auf. Reden vom "Bevölkerungsaustausch" oder die Verunglimpfung "alimentierter Messermänner" sind der Vorläufer von rassistischer Gewalt sowie Rechtsterrorismus. Gauland, Höcke, Weidel & Co. sind ideologische Überzeugungstäter, die Sprache ganz bewusst einsetzen, um ihre radikalen politischen Ziele durchzusetzen. Michael Kraske untersucht Zitate von AfD-Politikern, Pegida-Aktivisten und Verschwörungserzählern, die vom Vormarsch rechten Denkens und völkischer Ideologie zeugen. Verachtung und offener Hass gegen Andersdenkende, Ermächtigungsfantasien und unverhohlene Drohungen gehören für sie zum Standardrepertoire.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.09.2021
Für Rezensent Justus Bender schießt Michael Kraske mit seinem Buch an vielen Stellen übers Ziel hinaus, etwa wenn er Hassreden der AfD analysiert und zugleich hilflose Medienvertreter oder Politiker der CSU und der FDP in Mithaftung nimmt mit einem Hetzer wie Alexander Gauland. Hier hätte sich Bender mehr Differenzierung gewünscht. Dass die AfD nicht ausreichend geächtet wird, wie der Autor laut Bender suggeriert, kann der Rezensent nicht erkennen. Als informatives Nachschlagewerk in Sachen AfD und ihrer extremistischen Tendenzen taugt der Band laut Rezensent aber dennoch gut.
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