Aus dem Englischen von Friederike Zeininger. Die achtziger Jahre waren ein trauriges Jahrzehnt - jedenfalls in England. Die eiserne Lady ließ nicht gerade Träume wahr werden, und so blieb vielen im Vereinigten Königreich nichts anderes übrig, als im Pub um die Ecke in die gutgemischten Karten zu schauen. Auch die Solorunde trifft sich in jenen Jahren an jedem Mittwochabend im The King`s Arms im Londoner Stadtteil Sheperd`s Bush zum Kartenspiel. Keiner von ihnen führt ein leichtes Leben, soviel ist klar, aber das schlimmste daran, so stellen sie eines Tages fest, ist in jedem Fall Weihnachten - die Besuche bei den Verwandten, die teuren Geschenke, die jeder erwartet, die schrecklichen Papierhüte, in denen man aussieht wie auf einem Kindergeburtstag, und überhaupt, für wen soll Weihnachten gut sein? Und so macht sich der Club der Weihnachtshasser auf nach Irland, um mit den Ersparnissen ehrenwerter irischer Bürger ein Exempel gegen Weihnachten zu statuieren, wobei es zu folgenreichen Verwechslungen kommt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 23.12.2000
Obwohl der Hauptschauplatz London ist, bezeichnet H.G. Pflaum das schon vor
zehn Jahren im Original erschienene Buch über eine Gruppe von
Weihnachtshassern als "zutiefst irischen Roman". Neben dem Humor, mit dem
"die ebenso böse wie komische" Geschichte erzählt wird und einigen
politischen Spitzen, begründet er diese Einschätzung vor allem damit, dass
ein Pub Hauptschauplatz des Geschehens ist. Hundertprozentig glücklich wird
der Rezensent mit dem Roman aber nicht. Ein bisschen platt findet er
offensichtlich Michael Curtins Humor, mit dem dieser die bunt
zusammengewürfelte Truppe von Weihnachtshassern beschreibt: "Weil der Autor
einen komischen Roman im Sinn hatte, stattete er jeden aus der Runde mit
einem kuriosen Defekt aus".
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