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Michael Brenner (Hg.)

Geschichte der Juden in Deutschland von 1945 bis zur Gegenwart

Politik, Kultur und Gesellschaft
Cover: Geschichte der Juden in Deutschland von 1945 bis zur Gegenwart
C. H. Beck Verlag, München 2012
ISBN 9783406637377
Gebunden, 542 Seiten, 34,00 EUR

Klappentext

Mit 62 Abbildungen und 2 Karten. Erstmals schildert dieser Band auf der Grundlage breiter Archivrecherchen, wie jüdisches Leben sich nach dem Holocaust über sechs Jahrzehnte in Deutschland entfaltete, welche Rolle es für die deutsche Gesellschaft in West und Ost spielte und wie im wiedervereinigten Deutschland durch die Zuwanderung aus der ehemaligen Sowjetunion die am schnellsten wachsende jüdische Gemeinde der Welt entstand. Ein kleiner Teil der jüdischen Überlebenden aus Osteuropa blieb und baute gemeinsam mit überlebenden und aus dem Exil zurückgekehrten deutschen Juden wieder jüdische Gemeinden auf. International renommierte Zeithistoriker beschreiben die Entwicklung der Gemeinden, die Politik des Zentralrats und seiner Vorsitzenden, die "Wiedergutmachung" sowie den Umgang mit altem und neuem Antisemitismus.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 10.04.2013

Auch über jüdische Leben in der DDR erfährt Judith Leister etwas in diesem vom Historiker Michael Brenner und acht seiner Kollegen erarbeiteten voluminösen Band zur "Geschichte der Juden in Deutschland nach 1945". Leister schätzt das Werk als erste breite Gesamtdarstellung deutsch-jüdischer Entwicklungen in der Bundesrepublik, die bis in die Gegenwart reicht. Entstanden ist für sie eine mit Sorgfalt recherchierte Chronik und differenzierte Auseinandersetzung der Ereignisse, von der Rückkehr aus dem Exil bis zur Formierung des Zentralrats der Juden und weiterer Institutionen und dem steigenden Interesse der Deutschen an jüdischer Kultur.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.02.2013

Als eine vorzüglich Chronik lobt Werner Hornung diesen Sammelband von Michael Brenner, der für diese Geschichte der Juden im Nachkriegsdeutschland zusammen mit achte Kollegen intesive Archivarbeit geleistet habe. Ausführlich beschreibt der Band den beschwerlichen Neuanfang für Juden in Deutschland nach 1945. Die subtile Ausgrenzung der ersten Jahre sei von einer wachsenden Akzeptanz abgelöst worden, je mehr Juden wie Hans Rosenthal oder Marcel Reich-Ranicki in die Öffentlichkeit getreten waren, führt der sehr sachkundige Rezensent in den Inhalt ein. Bis zur aktuellen Beschneidungsdebatte reicht das Werk des auf die jüdische Geschichte spezialisierten Münchner Historikers. Hornung lobt die "enzyklopädische Fülle", die durch das angehängte Personen- und Ortsregister zustande kommt, sucht jedoch vergebens nach einem Sachregisters. Auch die Zeittafel könne noch bis zum aktuellen Datum ergänzt werden, bemängelt er. Das seien aber nur kleine Einwände, die sein gutes Gesamturteil nicht schmälern.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.12.2012

Clemens Vollnhals wagt die Prognose, dass der Band auf absehbare Zeit maßgeblich sein wird. Betreffend die Geschichte der Juden in Deutschland nach 1945, eine höchst komplexe Gemengelage, wie Vollnhals weiß, erfreut ihn der von Michael Brenner herausgegebene und von einer ganzen Schar Zeithistoriker erarbeitete Band mit einem facettenreichen Panorama. Der Rezensent erfährt nicht nur über die zahlreichen Konflikte innerhalb der verbliebenen jüdischen Gemeinden, über das zähe Ringen um Wiedergutmachung und das ambivalente Verhältnis zur deutschen Mehrheitsgesellschaft, sondern auch über die endlich wirksame politische Ächtung des Antisemitismus, den langsamen Aufbau einer neuen Heimat und die schwierige Lage der jüdischen Gemeinden in der DDR.
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Michael Brenner

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