Wie steht es um die Schweizer Armee? Was bewirkten die vier - jeweils unvollendet gebliebenen - Reformen der letzten Jahrzehnte? Der Autor zeigt, wie die Schweizer Armee von einer tief in der Gesellschaft verankerten Grossorganisation zur Vorbereitung des bewaffneten Kampfes umgestaltet wurde - zu einer Hilfsorganisation für die zivilen Behörden. Einzig die Luftwaffe ist heute noch zu beschränkten, unabhängigen Aktionen fähig. Er setzt die organisatorischen Veränderungen in einen Zusammenhang mit den Hauptwaffensystemen, der Kampfdoktrin und der Ausbildung und zeichnet einen tiefgreifenden Wandel des Kriegsbildes der politisch-militärischen Führung nach, die sich der heute dramatischen "Fähigkeitslücken" immer bewusst war. Quellen des konzise gefassten Überblickswerks sind unter anderem erstmals freigegebene Bestände des Schweizerischen Bundesarchivs und die Befragung von Zeitzeugen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.03.2025
Ernsthafte Sorgen macht sich Rezensent Johannes Ritter nach der Lektüre dieses Buches über die Wehrfähigkeit der Schweiz. Der Historiker Mauro Mantovani beschäftigt sich hier mit den wenig konstruktiven Bemühungen um Heeresreformen in der Schweiz seit 1990. Wie in anderen Teilen Europas war man der Überzeugung, nach dem Ende des Kalten Krieges könnten Armeen verkleinert werden, hinzu kommen noch spezifisch Schweizer Probleme wie die direkte Demokratie:Volksabstimmungen brachten oft widersprüchliche Ergebnisse, insgesamt mangelt es an militärischer Ausbildung, lernt der Rezensent. Mantovani sieht jedenfalls jede Menge Reformbedarf der grundlegenderen Art und Ritter scheint sich dieser Diagnose vollumfänglich anzuschließen.
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