Klappentext
Die Kriege in der Ukraine und in Nahost sind Symptom einer sich seit Jahrzehnten anbahnenden Zeitenwende: Militärische Konfrontation wird zunehmend wieder als legitimes Mittel zur Fortsetzung der Politik angesehen. Ausgehend von diesem Moment, aber auch vorangegangene Konflikte mit einbeziehend, analysiert Franz-Stefan Gady die konstante Natur des Krieges sowie den sich wandelnden Charakter der Kriegsführung. Er beschreibt, warum Kriege in naher Zukunft immer wahrscheinlicher sind, warum der Mensch trotz aller technischen Dimensionen immer im Zentrum der Kriegsführung stehen wird und wie wir uns auf kommende Konflikte vorbereiten können − falls wir sie nicht verhindern können.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.02.2025
Rezensent Thomas Speckmann liest mit einigem Grausen die Darstellung von Franz-Stefan Gady über zukünftige Kriege. Der Autor prognostiziert "Nachfolgekriege" in der Art des Ukrainekrieges, sollte das Abschreckungspotenzial der USA abnehmen und sich die NATO nicht besser aufstellen. Der fehlende Konsens könnte laut Gady als Einladung für potentielle Aggressoren wirken. Der Vergleich solcher Kriege mit begrenzten politischen Zielen mit den Kabinettskriegen des 17. und 18. Jahrhunderts, den der Autor vornimmt, erscheint Speckmann aufschlussreich.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.12.2024
Der Militäranalyst Franz-Stefan Gady plädiert in seinem Buch dafür, sich mit dem Krieg auseinanderzusetzen, das ist aber nicht bellizistisch gemeint, versichert Rezensent Sebastian Gierke. Gady geht es angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine und den zunehmend technologisierten Möglichkeiten der Kriegsführung darum, den Krieg ins Denken zurückzubringen, um sich darauf vorbereiten oder im besten Falle verhindern zu können, dass sich kriegerische Auseinandersetzungen mehren, erfahren wir. Die Beispiele zwischen dem amerikanischen Bürgerkrieg und Afghanistan sind sowohl historisch als auch aktuell und erklären sich für Gierke aus dem Lernpotential für die Gegenwart. Dass Gadys Thesen ob ihrer Betonung des Militärs für einige abschreckend wirken dürften, ist ihm selbst auch bewusst, er nimmt dies allerdings in Kauf, um davor zu warnen, was passiert, wenn Europa nicht vorbereitet ist auf Krieg, schließt der Kritiker.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.10.2024
Rezensent Florian Keisinger lernt mit dem Militäranalysten Franz-Stefan Gady das Gruseln. Ein Jahrhundert der Kriege sieht Gady ganz nüchtern voraus - Europa gegen Russland, USA gegen China. Pazifismus ist laut Gady eine schöne und gefährliche Illusion, besser wäre Aufrüstung zur Abschreckung, so sein dringlicher Rat. Für Keisinger klingt das alarmierend, zumal der Autor von weiterhin blutigen Landkriegen ausgeht. Abstraktes Militärwissen und Augenzeugen-Erfahrungen machen das Buch für den Rezensenten zu einem verlässlichen Ratgeber.
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