Matthias Zschokke

Die strengen Frauen von Rosa Salva

Cover: Die strengen Frauen von Rosa Salva
Wallstein Verlag, Göttingen 2014
ISBN 9783835315112
Gebunden, 416 Seiten, 22,90 EUR

Klappentext

Ab Frühsommer 2012 lebt Matthias Zschokke für ein halbes Jahr in Venedig; vielleicht sollte man besser sagen: er lebt diese Stadt und notiert, was er sieht, riecht, schmeckt, hört und erfährt: nicht in ein stilles Tagebuch, sondern in Mails an Freunde, Verwandte, Kollegen. Zschokkes ansteckende Neugier bewahrt ihn vor allem Idyllischen, sie richtet sich auf die ganze Welt, will alles erfahren, was man wissen kann. Ein schillerndes Kaleidoskop entsteht so, handelnd vom großen Ganzen und den kleinsten Marotten, vom Theaterdonner und vom Literaturbetrieb und von den wirklichen Dingen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.11.2014

Nicole Henneberg ist schon los nach Venedig. Nachdem sie Matthias Zschokkes Aufenthaltsbericht in Mail-Form aus der Lagunenstadt gelesen hat, hält sie nichts mehr. Hin zu den erotischen Putten und dem alles verschönernden rosa Licht! Als empfindsamen, gegen Klischees und alles schon von anderen Gesehene anschriebenden Reisenden erlebt sie den Autor auch in diesem Buch. Ob Zschokke Tintoretto begegnet oder seinem eigenen verdorbenen Magen - stets beglückt er die Rezensentin mit "bissigem Charme", Selbstironie und einem spielerischen Zugang zur Wirklichkeit. Als sinnliche Reiseanleitung unbedingt zu empfehlen, meint Henneberg.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 25.11.2014

Mit Mattias Zschokkes "Die strengen Frauen von Rosa Salva" kann Rezensentin Kristina Maidt-Zinke ein Venedig-Buch der ganz besonderen Art empfehlen. Keinen Roman, keinen Führer, sondern schlichtweg die von dem Schweizer Autor während seines halbjährigen Venedig-Stipendiums an Freunde und Verwandte verfassten E-Mails hat die Kritikerin hier gelesen - und ist begeistert. Amüsiert und interessiert streift sie mit dem Autor durch die Stadt, vor allem aber auch durch seinen Kopf, folgt seinen Gedanken, Erinnerungen und Befindlichkeiten - die bisweilen ein wenig zu abschweifend geraten, so Maidt-Zinke - und ist dennoch ganz angetan von Zschokkes angenehm unschuldigen, glücklich naivem Blick auf die Stadt, die Touristen und verschiedenen Erlebnisse. Von diesen wunderbaren Beobachtungen, verpackt in großartige Sprachbilder, lässt sich die Rezensentin in einen wahren "Glücksrausch" versetzen.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 19.11.2014

Alles wird zu etwas venezianisch Besonderem für Samuel Moser in diesem Mail-Buch, in dem der Autor Matthias Zschokke seinen Erzähler ein Jahr in Venedig beschreiben lässt, sogar die Mücken. Allerdings haftet dem Buch nichts Angestrengtes an, wie Moser versichert, Der Autor scheint sich gekonnt dilettantisch treiben zu lassen, sein Erzähler berichtet mal euphorisch, mal depressiv, so Moser, von, ja von was, doch nicht von Venedig, wie wir es kennen. Eher scheint es dem Rezensenten, als spräche er vor allem von sich selbst oder vom Autor.
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