Dieses vor über zweihundert Jahren verfaßte Dokument wurde die einflußreichste Schrift der englischen Frauenrechtsbewegung. Durch Rousseau und die Französische Revolution angeregt, fordert Mary Wollstonecraft die Befreiung von den Rollenklischees weiblicher Gefügigkeit und Adrettheit, wendet sich gegen die Herabwürdigung der Frau zur Haussklavin und Mätresse, verlangt freiheitliche Erziehung und Koedukation, ein partnerschaftliches Verhältnis von Mann und Frau, die soziale und rechtliche Gleichstellung, Chancengleichheit in Bildung und Beruf sowie die ökonomische Unabhängigkeit der Frau.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.04.2000
Ein bisschen schade, dass diese Besprechung mit dem Namen "Frankenstein" endet, also dem Werk, dessen Schöpferin die Tochter der Wollstonecraft war. Es scheint, als will Tobias Heyl nahelegen, dass der so selbstbewusste Glaube an die Vernunft, der die Mutter auszeichnete, durch die schaurige Romantik ihrer Tochter widerlegt worden ist. Dabei lobt der Rezensent die kluge Mutter durchaus, deren Werk zwar nie berühmt aber immer "von Interesse geblieben" ist. Und er erwähnt auch, dass ihre Argumentation und "intellektuelle Schärfe" gegen die "unabänderliche Zweitrangigkeit der Frau" ganz besonders an die Adresse des Zeitgenossen Rousseau gerichtet waren, dessen Misogynie ansonsten ja erstaunlich undiskutiert geblieben ist. Leider sagt Heyl kein Wort über die Qualität dieser neuen Übersetzung, mit der vielleicht doch nicht ohne Grund Irmgard Hölscher beauftragt wurde.
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