Die erste wissenschaftliche Darstellung der Geschichte der Selbsttötung vom 18. bis zum 20. Jahrhundert in Deutschland und zugleich eine Synthese von Kultur-, Wissenschafts- und Sozialgeschichte. Im Zentrum steht die Frage nach dem Recht auf den eigenen Tod und nach dem Wert des Lebens; von hier aus ergibt sich ein Bezug zur aktuellen Debatte um Sterbehilfe und Euthanasie. Erprobt wird ein transdisziplinärer Zugriff, der neben den Diskursen - vor allem der Philosophie, Psychiatrie und Soziologie - die oft verschütteten Lebensspuren von Suizidenten freilegt.
Keine Angst: Mit Hannelore Kohl hat das Buch nur indirekt zu tun. Insofern vielleicht, als es beim Abschreiten der Geschichte des Suizids vom 18. bis ins 20. Jahrhundert schließlich an einem Punkt anlangt, da der Selbstmord politische Korrektheit erlangt. Bis dahin aber ist es ein weiter Weg, und die Habilschrift von Ursula Baumann grast ihn dermaßen gründlich ab, dass Jörg Ahrens nur staunen kann. Bei der Masse historisch orientierter Suizidliteratur hätte er derart Ergiebiges eigentlich nicht mehr erwartet. Der Autorin indes gelingt es ganz offenbar, mit Hilfe von literarischen Zeugnissen, Abschiedsbriefen, Statistiken und wissenschaftlichen Abhandlungen zu verdeutlichen, wie die stückweise "Sozialisierung" des Selbstmords vonstatten ging, wie Philosophie, Theologie und Soziologie zunächst ein Tabu kultivierten, das schließlich zum Gegenstand der Sozialgeschichte wurde. Derart, dass selbst dem Fall Hannelore Kohl eigentlich nichts Provozierendes mehr eignete.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Maxim Biller: Schwarze Samstage Eigentlich dachte Ari, der Ich-Erzähler von Maxim Billers neuem Roman, Ende der siebziger Jahre sei das Schlimmste vorbei gewesen: Nach ihrer Flucht aus der kommunistischen… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester…