Aus dem Amerikanischen übersetzt von Kirsten Riesselmann. Wir meiden Weißmehlprodukte und raffinierten Zucker, gehen zum Yoga, und wenn es in der Beziehung nicht läuft, machen wir eine Paartherapie. Wir haben klare Ansichten, was richtig und was falsch ist, und danach handeln wir. Dennoch sind wir fasziniert von TV-Serien wie "Mad Men" und dem ungesunden, in jeder Hinsicht unaufgeräumten Lebensstil, der dort zelebriert wird. Woher rührt diese Sehnsucht nach dem unaufgeräumten Leben, und was sagt sie über uns und unsere Zeit aus? In ihrem neuen, von der Kritik gefeierten Essayband schreibt Katie Roiphe über Politik und Popkultur, über Scheidungen und Helikoptereltern, über Facebook und Susan Sontag.
Als Aufruf zu einem "Hedonismus des Augenblicks" hat Doris Akrap diesen Band mit Essays von Katie Roiphe gelesen. Gegen das Leben nach all zu vernünftigen Normen, gegen Perfektionismus und Selbstverbesserung setzte die US-amerikanische Literaturwissenschaftlerin den Reiz und die Komik des Unvollkommenen und die befreiende Wirkung des Scheiterns. Nicht wirklich neu findet Akrap die Einsichten und Erkenntnisse, die die Autorin ausbreitet, aber prägnant formuliert und witzig zu lesen. Allerdings kommt sie nicht umhin einzuwenden, dass das von Roiphe propagierte "unaufgeräumte Leben", das viel Spaß machen kann, auf der anderen Seite genauso anstrengend sein kann wie das angepasste Sein der Normalos.
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