Martin Meyer

Piranesis Zukunft

Essays zu Literatur und Kunst
Cover: Piranesis Zukunft
Carl Hanser Verlag, München 2009
ISBN 9783446234062
Gebunden, 272 Seiten, 21,50 EUR

Klappentext

Die Welt des großen Zeichners Piranesi ist eine Welt der Ruinen und der Labyrinthe. Wer heute seine im Italien des 18. Jahrhunderts entstandenen Veduten - etwa die "Carceri d'Invenzione" - betrachtet, dem drängen sich Assoziationen zur Gegenwart auf. Martin Meyer stellt eine Piranesi-Interpretation ins Zentrum seiner Essays. Von dort aus spannt er Verbindungslinien zu Thomas Mann, Heidegger und Goya. Abstecher führen ihn bis zu Tim und Struppi: denn auch sie gehören in einen Denkzusammenhang, der die Gegenwart mit dem Wissen von Kunst, Literatur und Philosophie konfrontiert.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.12.2009

Ganz gerührt tritt der Rezensent vor uns hin, um vom mitfühlenden Blick des Autors auf Schreibmaschinen und verwehte Klassiker wie Canetti, Thomas Mann und Schiller zu schwärmen. Kultur kommt und geht, jaja. Im Entdecken solcher Momente ("Erotik des Abschieds", oh la la) und abgelegten Repräsentanten ist der NZZ-Feuilletonchef Martin Meyer in seinen Essays ein Meister, meint Christian Schärf. Stilistisch und kenntnismäßig auch. Und weil Schärf sich als historisch denkender und archäologisierender Intellektueller bei Meyer so gut aufgehoben fühlt, glaubt er ihm sogar die Sache mit dem Wiedergängertum der Kunstwerke und also Künstler. Von wegen adieu.