Mit zahlreichen farbigen Illustrationen. Von feenhaften Glühwürmchen, schuldigen Hunden, betrunkenen Rentieren und verspielten Oktopussen. Er ist Mitglied des Ig-Nobelpreis-Komitees für kuriose Wissenschaften, Vorsitzender der Transsilvanischen Dracula-Gesellschaft und der bekannteste Kriminalbiologe der Welt: Dr. Mark Benecke! Und er liebt Tiere aller Art, Insekten vielleicht ein kleines bisschen mehr. Denn wenn er Spuren sammelt, um bei der Aufklärung eines undurchsichtigen Todesfalls zu helfen, kann er sich keinen besseren Mitarbeiter vorstellen als den rotbeinigen Schinkenkäfer. Die Markusfliege ist sogar sein Patenkind. Und was pflegeleichte Haustiere betrifft, steht die Fauchschabe bei ihm ziemlich weit oben.Tiere, daran hegt Mark Benecke keinen Zweifel, befinden sich auf Augenhöhe mit dem Menschen. Und sie haben viele beeindruckende, sympathische und amüsante Eigenschaften. Seit Jahren lenkt er daher jeden Samstag in seinem Wissenschafts-Podcast auf radioeins neben vielen anderen Themen die Aufmerksamkeit auf die Einzigartigkeit tierischer Wesen. Man betrachte beispielsweise den Oktopus: Außergewöhnlich klug, hat er es gerne eher entspannt und macht oft Quatsch. Oder die Biene, die nicht nur eine gute Fliegerin, sondern auch eine ganz passable Surferin ist! Oder den Buntbarsch, der depressiv wird, wenn man ihn mit der falschen Partnerin verkuppelt.Kat Menschik sitzt gerne vor dem Radio und hört sich die Benecke'schen Tierbetrachtungen an, in denen neueste Forschung und altes Wissen zusammenfließen. Kein Wunder, dass sie sich eines Tages in den Kopf setzte, unbedingt ein Buch mit ihm zu machen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.12.2020
Rezensent Kai Spanke begegnet Bärtierchen, Erdflöhen und Schinkenkäfern in dem von Kat Menschik und Mark Benecke erstellten Band. Allein schon die Illustrationen lassen Spanke staunen: Wie Wimmelbilder und Wunderkammern aus dem Tierreich erscheinen sie ihm. Was Dr. Benecke, bekannt aus Funk und Fernsehen, dazu faktenreich und kulturhistorisch bewandert schreibt, ist laut Spanke nicht immer appetitlich und auch nicht sehr systematisch, aber anschaulich allemal.
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