An einem Sonntagmorgen findet Tapani an der Westküste Finnlands eine winzige rote Ente im Meer. In einer Plastikhülle um den Hals trägt sie einen Zettel, geschrieben in einer fremden Sprache. Bestimmt eine geheime Botschaft! Vielleicht bringt ihm die Ente ja Glück! Tapani hat Sorgen. Seit einem halben Jahr versucht er in die Fußballmannschaft von Jukka aufgenommen zu werden. Aber Jukka will nicht. Und Jukka ist der Kapitän. Weit weg, in Deutschland, lebt Fernfahrer Frisch. Er hat keinen Sohn. Aber er träumt von dem kleinen Jungen, den er eines Tages haben würde. Er würde ihm die Namen aller Sterne beibringen. Manchmal ärgert sich Herr Frisch über seinen Chef. Und eines Tages kippt er seine ganze Wagenladung mit zwanzigtausend roten Enten ins Meer.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 28.11.2002
Hella Kemper ist froh, dass Marjaleena Lembckes "poetische Geschichte" von einem Mann und einem Jungen, die ihre Träume wiederfinden, nicht zu einem "ohrenschmalzigen Märchen" geworden ist. Das verhindere der sachliche Stil der Autorin, die berichtet, wie Fernfahrer Frisch 20.000 rote Plastikenten ins Meer setzt, um den Küstenkindern eine Freude zu bereiten, und ihn ein Junge, der eine Ente findet und Herrn Frisch einen Brief schreibt, diesen aus seiner Melancholie zurückholt. Ein "kostbares Buch", so die Rezensentin, auch wegen den "spielerisch-leichten" Bildern von Susann Opel-Götz. An dem positiven Urteil kann dann auch der etwas "süßliche Schluss" nichts mehr ändern.
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